
Marion Strunk (* 14. Oktober 1949 in Bonn) ist eine deutsche und schweizerische Installations- und Fotokünstlerin, die in Zürich lebt.
Marion Strunk studierte Bildende Kunst in Berlin (Universität der Künste), Kunstgeschichte und Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin und Psychoanalyse in Zürich. Ihre Dissertation schrieb sie an der Freien Universität Berlin.
Sie war Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

In ihren Arbeiten verbindet sie Fotografie und Faden zur Bildarbeit. Der wollige Faden ist im Bild und kann angefasst werden. Man scheint optisch getäuscht zu werden, wenn der Faden Teil des Bildes geworden ist. Im öffentlichen Raum dreht sie die Situation um: Sie formt aus Fäden Wollkugeln, die sie in Hecken oder in Bäume steckt oder umwickelt mit roten Fäden Skulpturen. In Olten hat sie ein öffentliches Denkmal bekleidet. Sie war der Einladung des Kunstmuseums Olten gefolgt und zur Ausstellung «Der schönen Aare so naa» wurde die Figur des Denkmals von Otto Charles Bänninger – ein Junge, der gerade ein Pferd besteigen will – mit einem Badeanzug aus dicht an dicht gewickelten Fäden angezogen. Das Denkmal war daraufhin von Vandalismus betroffen: Der Knabe wurde attackiert und sein Badeanzug mehrfach zerrissen, schliesslich bekam er eine Badehose von H&M. Marion Strunk sieht den Wert ihrer Arbeit im Wert der Kunst selbst. Im Vergleich zur Politik, die immer der Zustimmung der Öffentlichkeit bedürfe, sei die Kunst nicht auf irgendeine Bestätigung angewiesen. Jede/r Künstler:in sei frei, sich mit jedwedem Inhalt zu beschäftigen, sei es «naturalistisch, surrealistisch, abstrakt, minimal oder ganz konkret». Die Aussage müsse der/die jeweilige Künstler:in verantworten, nicht die Öffentlichkeit.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Strunk, Marion |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Installations- und Fotokünstlerin und Dozentin |
| GEBURTSDATUM | 14. Oktober 1949 |
| GEBURTSORT | Bonn |