Nach dem Studium der polnischen Philologie an der Universität Breslau arbeitete er unter anderem für verschiedene Oppositions- und Untergrundzeitungen. Er wurde auch der Konspiration bezichtigt. Nach der Wende ging er in den Norden des europäischen Russland, auf die Solowetzki-Inseln im Weißen Meer. Später siedelte er sich am nördlichen Onegasee im Dorf Kondobereschskaja (russischКондобережская oder Konda Bereschnaja, russischКонда Бережная) an. Er erwarb 2003 dort ein ruinöses, hundert Jahre altes Holzhaus, das er wieder bewohnbar machte. Über diese Zeit, die Bewohner des Dorfes und deren Situation in der karelischen Einsamkeit berichtet er in seinem letzten Buch.
2005 reiste Wilk nach Lowosero, wo er eine Zeitlang mit den Samen lebte und sich mit deren Geschichte und Kultur beschäftigte. Diese Erlebnisse hat er im Buch Tropami rena (2007) verarbeitet.
Im Jahre 2006 wurde er mit dem Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta, des zweithöchsten zivilen polnischen Ordens, ausgezeichnet.
Werke
Maciej Łopiński, Marcin Moskit, Mariusz Wilk:Konspira: Solidarity Underground. University of California Press, 1990, ISBN 0-520-06131-4 (englisch, eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche – polnisch: Konspira. Rzecz o podziemnej „Solidarności”. 1984. Übersetzt von Jane Cave).
↑Знаменитый писатель переехал в Карелию и пишет о ней книги.In:Культура.NewsInMir,12.Juni 2014,abgerufen am 7.April 2017(russisch):„Наша деревня называется Кондобережская, так что, называя ее по-своему, Кондой Бережной, я изначально придаю ей особый статус, личный и мифический заодно.“
↑Nielipowicz, Natalia:Samiska återspeglingar hos Mariusz Wilk. In: Kajsa Andersson (Hrsg.): Sápmi i ord och bild. Band1. On Line Förlag, 2015, S.505–513 (schwedisch).