Markt Sankt Martin

Marktgemeinde
Markt Sankt Martin
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Markt Sankt Martin
Markt Sankt Martin (Österreich)
Markt Sankt Martin (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 32,11 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 16° 26′ OKoordinaten: 47° 33′ 44″ N, 16° 25′ 36″ O
Höhe: 307 m ü. A.
Einwohner: 1.276 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 40 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2812, 7341
Vorwahl: 02618
Gemeindekennziffer: 1 08 12
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchenplatz 17
7341 Markt Sankt Martin
Website: marktstmartin.at
Politik
Bürgermeister: Jürgen Karall (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(19 Mitglieder)
14
5
14 5 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Markt Sankt Martin im Bezirk Oberpullendorf
Lage der Gemeinde Markt Sankt Martin im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenland
Lage der Gemeinde Markt Sankt Martin im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
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Pfarrkirche Markt St. Martin
Pfarrkirche Markt St. Martin
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Markt Sankt Martin (ungarisch Sopronszentmárton, Szentmárton; kroatisch Sveti Martin) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge. Der ehemalige Vulkan Pauliberg und seine Umgebung (Landseer Bucht) sind geologisch untersucht.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden Landsee, Neudorf bei Landsee und St. Martin.


Nachbargemeinden

Wiesmath (WB) Kobersdorf, Weppersdorf Lackenbach
Hollenthon (WB)

Kirchschlag (WB)

Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Unterfrauenhaid
Weingraben Kaisersdorf Neutal

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Während der Römerzeit lag das heutige Markt Sankt Martin in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte – wie das gesamte Burgenland – bis 1920/21 zum Königreich Ungarn (Deutsch-Westungarn). Ab 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sopronszentmárton verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1931 wurde die Gemeinde Schwabenhof, welche mit Markt Sankt Martin Beziehungen im Bereich der Verwaltung und der Pfarre pflegte, trotz Ablehnung des Neutaler Gemeinderates, nach Neutal eingemeindet.

Der später hinzugekommene Ortsteil Neudorf wurde erstmals 1583 bei der Teilung des Erbes von Johann Csòron (Herrschaft Kobersdorf) erwähnt. Die ersten Siedler waren Kroaten, denen später die deutsche Bevölkerung folgte. 1643 wurde Neudorf als katholische Ortschaft erwähnt.

1934 wies Neudorf 351 Deutsche und 53 Roma als Bewohner auf. 1971 verlor Neudorf seine Selbstständigkeit und wurde (zusammen mit Landsee) ein Ortsteil der Gemeinde Markt Sankt Martin. Die Filialkirche Neudorf bei Landsee wird im Dehio-Handbuch Burgenland (1976) als „ehemalige Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland“ angeführt.

Das Marktrecht von Markt Sankt Martin wurde 1973 bestätigt.

Burgruine Landsee
Kamaldulenserkloster Landsee
Pfarrkirche Landsee

Bevölkerungsentwicklung

Markt Sankt Martin: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.585
1880
  
1.815
1890
  
1.751
1900
  
1.703
1910
  
1.745
1923
  
1.809
1934
  
1.909
1939
  
1.742
1951
  
1.683
1961
  
1.453
1971
  
1.356
1981
  
1.232
1991
  
1.170
2001
  
1.171
2011
  
1.162
2021
  
1.271
2026
  
1.276
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Markt Sankt Martin

Sport

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Gemeindeamt

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten 19 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022 2017 2012 2007 2002 1997
Sti. % M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
SPÖ 722 71,77 14 62866,3113 46753,3710 54760,9812 49456,0711 39146,499
ÖVP 257 25,55 5 29230,836 40846,639 35039,027 36341,208 34240,678
FPÖ 24 2,39 0 272,850 nicht kandidiert nicht kandidiert 242,720 nicht kandidiert
KLART 3 0,30 0 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
WFG nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 10812,842
Wahlberechtigte 1265 1163 1129 1133 1091 1085
Wahlbeteiligung 83,56 % 85,98 % 84,94 % 86,58 % 88,63 % 85,35 %

Bürgermeister

Wappen

Blasonierung: „In Gold auf einem grünen Hügel stehend eine rote Darstellung des Heiligen Martin auf dem Pferd, den Mantel mit einem Bettler teilend, in den Oberecken vorne ein roter Wehrturm, hinten ein mit einem roten Schläger gekreuzter roter Hammer.“

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

Commons: Markt Sankt Martin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 85.
  2. ↑ Friedrich Kümel: Vulkanismus und Tektonik der Landseer Bucht im Burgenland. Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. 86. Band Wien 1936. Seiten 203–235. (PDF)
  3. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  4. ↑ N.N. (o. J.): Aus der Geschichte des Ortes Neudorf bei Landsee. (o. O.).
  5. ↑ Adelheid Schmeller-Kitt (1976): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. Verlag Anton Schroll Wien. Seite 203f.
  6. ↑ Adelheid Schmeller-Kitt: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. 2. Auflage 1980. Verlag Anton Schroll Wien. Seiten 165–167. ISBN 3-7031-0493-7.
  7. ↑ Tischlerei Parapatits
  8. ↑ Familie Schütz – Kürbis- und Mohnprodukte (Memento des Originals vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. ↑ Gemeinderatswahlen 2022-10-02. Land Burgenland, abgerufen am 23. Oktober 2022.
  10. ↑ Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2017 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  11. ↑ Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2012 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  12. ↑ Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2007 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  13. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Markt St. Martin 2002 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  14. ↑ meinbezirk.at vom 4. Jänner 2017: Jürgen Karall ist neuer Bürgermeister von Markt St. Martin (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  15. ↑ Ortsteile. Abgerufen am 26. Oktober 2020.