Markus Prechtl

Markus Prechtl (* 1976 in Leverkusen) ist ein deutscher Chemiker, Chemiedidaktiker und Hochschullehrer. Er ist Professor für Didaktik der Chemie an der Technischen Universität Darmstadt. In seiner Forschung befasst er sich mit Wissenschaftskommunikation sowie der professionellen Gestaltung und Reflexion von Lehr- und Lernprozessen im Fach Chemie.

Leben und Wirken

Prechtl begeisterte sich als Schüler für einen Chemiewettbewerb und entschloss sich, Chemie zu studieren. Das Studium der Chemie und Biologie an der Universität Köln (1996–2001) schloss er mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt ab. Anschließend war er von 2001 bis 2002 Mitarbeiter im Projekt „Multimediale Lernhilfen zur systemischen Strukturierung des Lehr-/Lerninhaltes Chemische Bindung im Chemieunterricht der Sekundarstufe I und II“. In diesem Projekt wurden bspw. 3D-Visualisierung vom Aufbau der Materie erstellt. Von 2002 bis 2006 war er Doktorand am Institut für Chemie und ihre Didaktik an der Universität zu Köln und promovierte bei Christiane S. Reiners zum Thema Geschlechterdifferenz im Chemieunterricht. Von 2006 bis 2008 war er Lehramtsanwärter an der Anne-Frank-Realschule in Oberhausen und wurde im Studienseminar Oberhausen ausgebildet. Ab 2008 arbeitete er als Lehrer für die Fächer Biologie und Chemie an der Realschule der Stadt Frechen.

Bis 2014 folgten diverse Tätigkeiten als Studienrat im Hochschuldienst an der Universität Siegen (2009–2011, 2012–2014, 2014–2015), als Gastprofessor für Gender und Diversity an der Leibniz Universität Hannover (2011–2012) sowie als KIVA-Gastprofessor (Didaktik / Gender / MINT) an der Technischen Universität Darmstadt (2013–2014).

2015 erhielt er einen Ruf als Professor (W3) für Chemie und Didaktik der Chemie an die Pädagogische Hochschule Weingarten, den er annahm. Seit 2017 ist Prechtl nun Professor (W3) für Fachdidaktik Chemie am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt. Er befasst sich zusammen mit seiner Arbeitsgruppe mit der professionellen Reflexion von Lehr- und Lernprozessen im Chemieunterricht. Deren Forschungsschwerpunkte sind Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gender/Diversity, außerschulische Lernorte und Visual Literacy.

Auszeichnungen

Athene-Preise der TU Darmstadt für gute Lehre (2014) in den Kategorien

Publikationen (Auswahl)

Prechtl ist Autor von Büchern und zahlreichen Publikationen in Fachzeitschriften wie z. B. Naturwissenschaften im Unterricht – Chemie, Chemie in unserer Zeit, World Journal of Chemical Education usw.

Einzelnachweise

  1. ↑ Der Fachbereich Chemie freut sich über Gastprofessor Dr. Markus Prechtl. 14. Oktober 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Januar 2020; abgerufen am 29. Januar 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. 1 2 3 Fachdidaktik Chemie. In: chemie.tu-darmstadt.de. Universität Darmstadt, abgerufen am 15. Juli 2022.
  3. 1 2 Prof. Dr. Markus Prechtl. TU Darmstadt, abgerufen am 3. August 2025.
  4. ↑ Multimediale Lernhilfen zur systemischen Strukturierung des Lehr-/Lerninhaltes Chemische Bindung im Chemieunterricht der Sekundarstufe I und II. Uni Köln, abgerufen am 3. August 2025.
  5. ↑ Markus Prechtl: "Doing Gender" im Chemieunterricht. Zum Problem der Konstruktion von Geschlechterdifferenz - Analyse, Reflexion und mögliche Konsequenzen für die Lehre von Chemie (= Dissertation). Universität zu Köln, 2005, urn:nbn:de:hbz:38-18253.
  6. ↑ Arbeitsgruppe Fachdidaktik Chemie / Juniorlabor Chemie. TU Darmstadt, abgerufen am 3. August 2025.
  7. ↑ Veröffentlichungen. In: chemie.tu-darmstadt.de. Universität Darmstadt, abgerufen am 29. Januar 2020.
Personendaten
NAME Prechtl, Markus
KURZBESCHREIBUNG deutscher Chemiker, Chemiedidaktiker und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 1976
GEBURTSORT Leverkusen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland