Maros Foto

Film
Titel Maros Foto
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Griechisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 30 Minuten
Produktions­unternehmen Kunsthochschule für Medien Köln
Stab
Regie Alexandros Murböck
Drehbuch Alexandros Murböck
Produktion Alexandros Murböck
Kamera Alexandros Murböck
Schnitt Alexandros Murböck

Maros Foto ist ein deutscher dokumentarischer Kurzfilm von Alexandros Murböck aus dem Jahr 2026. Ausgangspunkt ist eine Fotografie, die seine Mutter Maria Nikolaidou Anfang der 2000er-Jahre auf der Münchner Panzerwiese aufgenommen hat.

Inhalt

Der Großteil des Films hat kein Bewegtbild, sondern zeigt nur ein Bild, wenn der Regisseur darüber spricht oder eines aufnimmt. Im Kern geht es um ein Bild seiner Mutter. Darin sieht man sie mit Engelsflügeln, Sonnenbrille und Babybauch mit ihren beiden Söhnen an einer Baustelle an der Münchner Panzerwiese stehen. Die Familie war infolge des Kosovokrieges nach Deutschland geflohen und seine Mutter Maria arbeitete in einem Fotostudio. Die Fotografin Maro nahm verschiedene Personen mit Engelsflügeln auf.

In der Gegenwart geht der Regisseur mit seiner Mutter an den mittlerweile bebauten Ort des Geschehens. Dabei sieht sie sich in einer Position der Stärke, die ihre Kinder beschützt. Später entdeckt der Regisseur eine kaum erkennbare Gestalt auf einem der Kieshügel im Hintergrund, die er als seinen Bekannten Juho erkennt, der sich an die Zeit des Fotos zu erinnern versucht. Außerdem spricht der Regisseur mit seinem damals ungeborenen Bruder Nikola. Zuletzt sehen sich Mutter und Sohn eine Großprojektion des Fotos in einem Studio an, wo sie einzelne Details besprechen.

Entstehung und Gestaltung

Der Film entstand als Studienprojekt Murböcks an der Kunsthochschule für Medien Köln. Betreut wurde das Projekt von Alejandro Bachmann. Philip Scheffner beriet die Dramaturgie, Christian Becker betreute den Schnitt. Das Sounddesign gestalteten Murböck und Judith Nordbrock, die auch die Tonmischung übernahm. Für den Fotofilm verwendete Murböck dieselbe Kamera, mit der seine Mutter die ursprüngliche Aufnahme gemacht hatte.

Veröffentlichung

Maros Foto stand 2026 im Filmprogramm des Rundgangs der Kunsthochschule für Medien Köln. Im Oktober wurde der Film beim DOK Leipzig im Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm gezeigt.

Rezeption

Anke Leweke hob im Programm von DOK Leipzig hervor, wie die Erinnerungen und Assoziationen der Beteiligten unterschiedliche Perspektiven auf die Fotografie eröffneten. Der Film frage nach zunächst übersehenen Einzelheiten und rekonstruiere die Geschichten hinter dem Bild. Am Ende entstehe daraus eine neue Aufnahme.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Maros Foto. In: Kunsthochschule für Medien Köln. Abgerufen am 30. Oktober 2026.
  2. 1 2 3 Anke Leweke: Maro’s Photo. In: DOK Leipzig. Abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ KHM Rundgang 2026 Filmprogramm Freitag. In: Kunsthochschule für Medien Köln. Abgerufen am 30. Oktober 2026.