| Marsassoum | ||
|---|---|---|
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| Koordinaten | 12° 49′ 58″ N, 15° 58′ 39″ W | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Senegal | |
| Region | Sédhiou | |
| Département | Sédhiou | |
| ISO 3166-2 | SN-SE | |
| Höhe | 19 m | |
| Fläche | 3,6 km² | |
| Einwohner | 9815 (2023) | |
| Dichte | 2.726,4 Ew./km² | |
Marsassoum ist eine städtische Gemeinde (commune) im Südwesten Senegals. Sie liegt im Département Sédhiou der Region Sédhiou am Ufer des Soungrougrou.
Das Stadtgebiet von Marsassoum liegt im Südwesten Senegals und im westlichen Zentrum der Casamance. Es liegt am linken östlichen Ufer des Soungrougrou und wird landseitig vom Gebiet der Gemeinde Djibabouya vollständig umschlossen. Der Fluss ist hier, kurz vor der Mündung in den Casamance-Strom, bis zu 2000 Meter breit und wurde weit darüber hinaus vom Gezeitenstrom des 80 Kilometer entfernten Atlantik zu einer Watt- und Mangrovenlandschaft ausgewaschen. Marsassoum liegt 47 Kilometer westnordwestlich der Départementspräfektur Sédhiou auf 17 m Meereshöhe und 260 Kilometer südsüdöstlich der Hauptstadt Dakar. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 3,60 km². Benachbarte Kommunen sind Djibabouya diesseits und Oulampane jenseits des Soungrougrou.
Das Dorf Marsassoum war von 1972 bis 1990 Hauptort der Landgemeinde Marsassoum (communauté rurale) in der Region Kolda. Im Jahr 1990 wurde der Hauptort Marsassoum von den anderen Dörfern der Landgemeinde getrennt um ihn in den Status einer städtischen Gemeinde (Commune) zu erheben. Djibabouya wurde Hauptort der verbliebenen Dörfer rund um Marsassoum, die nun zur Landgemeinde Djibabouya zusammengefasst waren. Bis zum Jahre 2008 war Marsassoum Teil der Region Kolda und gehört seitdem zur neu gegründeten Region Sédhiou.
Die letzten Volkszählungen ergaben jeweils folgende Einwohnerzahlen:
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1988 | 5941 |
| 2002 | 6410 |
| 2013 | 7029 |
| 2023 | 9815 |
Nach dem Zensus von 1988 umfasste die damalige Landgemeinde Marsassoum sechs Dörfer mit zusammen 10.263 Einwohnern. Der Hauptort Marsassoum hatte 5941 Einwohner und Djibabouya (1801 Einwohner) lag an zweiter Stelle. Nach der Volkszählung von 2002 verteilten sich 6410 Einwohner auf 685 Haushalte. 90 Prozent der Bevölkerung sind Mandinka.
In der Gemeinde gibt es eine Kirche und eine kleine katholische Mission. 95 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.
Marsassoum liegt wie das ganze Département Sédhiou zwischen den Unterläufen des Casamance-Flusses und des Soungrougrou und ist so vom Rest Senegals auf dem Landweg schlecht erreichbar. Einzige Ost-West-Verbindung zur Départementspräfektur Sédhiou ist die seit 2012 als Nationalstraße klassifizierte und seitdem vollständig asphaltierte N 12, die die Regionalstraße R 21 ersetzt. In Marsassoum endete die N12 zunächst am Soungrougrou, der zusammen mit seiner amphibischen und mit Mangroven bestandenen Uferzone der Weiterfahrt nach Westen zur als Transgambienne bekannten N 4 sowie nach Bignona und Ziguinchor ein 3500 Meter breites Hindernis entgegenstellt. Um die Passage zu ermöglichen, wurde am Westufer schon zur Zeit der R21 ein Straßendamm aufgeschüttet, der 2000 Meter durch das Mangrovengebiet führt und 1000 Meter in das Flussbett hineinreicht. Für die Überquerung der verbleibenden Flussöffnung von 460 Meter stand die Autofähre Bac de Marsassoum zur Verfügung. Am 17. Januar 2022 wurde der Pont de Marsassoum als mautpflichtige Brücke als Ersatz der störanfällig gewordenen Fährverbindung dem Verkehr übergeben.
Der nächste Flughafen ist der Flughafen Ziguinchor, von dem aus Air Sénégal Flüge nach Dakar anbietet. Der nächste internationale Verkehrsflughafen ist Banjul International Airport in Gambia.
Die Menschen leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, der Fischerei und kleinen Unternehmen.
Marsassoum hat drei Grundschulen, eine Mittelschule und ein Lycée. Das Lycée öffnete seine Türen im Jahr 2007.