Martin Chalmers (geb. 11. November 1948 in Bielefeld; gest. 22. Oktober 2014 in Berlin) war ein britischer Übersetzer, Herausgeber und Autor.
Martin Chalmers wuchs in Glasgow auf. Sein Vater war Schotte und seine Mutter stammte aus Bielefeld. Nach einem Geschichtsstudium in Glasgow, Birmingham und Bochum begann er deutsche Autoren ins Englische zu übersetzen. Er lebte mehrere Jahre in Birmingham und London. Er hat eine Tochter aus seiner ersten Ehe mit Angela McRobbie. Nach der Scheidung lebte er seit 2008 zusammen mit Esther Kinsky in Ungarn und Rixdorf Berlin, wo er 2014 nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren starb.
Chalmers übersetzte Bücher von Hans Magnus Enzensberger, Herta Müller, Hubert Fichte, Thomas Bernhard, Peter Handke, Alexander Kluge, Bertolt Brecht, Victor Klemperer und vieler anderer deutschsprachiger Autoren ins Englische. Zudem war er auch Herausgeber und Übersetzer von Children and Fools, Erzählungen von Erich Fried, und Herausgeber von Beneath Black Stars (2002), einer Anthologie zeitgenössischer österreichischer Prosa. 2004 erhielt Martin Chalmers den Schlegel-Tieck-Preis für The Lesser Evil, seine Übersetzung des dritten Teils (1945 bis 1959) der Tagebücher Victor Klemperers. Esther Kinsky veröffentlichte 2015 ihre gemeinsame Reiseerzählung Karadag Oktober 13 – Aufzeichnungen von der kalten Krim.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chalmers, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Übersetzer, Herausgeber und Autor |
| GEBURTSDATUM | 11. November 1948 |
| GEBURTSORT | Bielefeld |
| STERBEDATUM | 22. Oktober 2014 |
| STERBEORT | Berlin |