Martin Furian (* 27. August 1932 in Landsberg an der Warthe; † 25. Dezember 2020 in Esslingen am Neckar) war ein deutscher Sozial- und Medienpädagoge sowie Professor und von 1973 bis 1977 Rektor an der Fachhochschule für Sozialwesen in Esslingen am Neckar. Als Autor und Herausgeber von pädagogischen Publikationen wurde er insbesondere durch seine Aufklärungsbücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bekannt.
Furian besuchte von 1955 bis 1957 das Sozialpädagogische Seminar in Dortmund, bevor er von 1958 bis 1963 an der Freien Universität Berlin Politische Wissenschaft, Neuere Geschichte und Erwachsenenbildung studierte.
Nach seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg in Stuttgart, von 1963 bis 1970 wurde er 1971 an die Fachhochschule für Sozialwesen in Esslingen berufen. Dort war er Fachbereichsleiter, Leiter des Praktikantenamtes und von 1973 bis 1977 erster gewählter Rektor dieser Hochschule und stellvertretender Vorsitzender der Rektorenkonferenz Baden-Württemberg. Seine Emeritierung erfolgte 1994.
Neben der Hochschultätigkeit arbeitete er in den Jahren 1973 bis 1990 ehrenamtlich in verschiedensten staatlichen und gesellschaftlichen Gremien wie dem Kuratorium der Berufsakademie Baden-Württemberg, dem Landesschulbeirat, dem Beirat der Koordinierungsstelle für Suchtfragen beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung, der Expertenkommission Neue Medien der Landesregierung Baden-Württemberg und des Rundfunkrates des Süddeutschen Rundfunks. Von 1986 bis 1990 war er stellvertretender Vorstand der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.
Von 1989 bis 1998 war er Mitglied des Gemeinderates der Stadt Ostfildern.
Für sein Lebenswerk wurde ihm 1995 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
| Personendaten | |
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| NAME | Furian, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sozial- und Medienpädagoge, Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 27. August 1932 |
| GEBURTSORT | Landsberg an der Warthe |
| STERBEDATUM | 25. Dezember 2020 |
| STERBEORT | Esslingen am Neckar |