Martin Gutl (* 28. April 1942 in Mühldorf bei Feldbach; † 20. August 1994) war ein österreichischer Priester und Schriftsteller.
Martin Gutl wurde am 28. April 1942 in dem steirischen Ort Mühldorf bei Feldbach geboren. Er wuchs in einer Kleinbauernfamilie auf und besuchte ab 1953 das Knabenseminar in Graz, 1961 legte er die Matura ab. Er studierte Theologie in Graz, 1966 wurde er im Grazer Dom zum Priester geweiht. Von 1966 bis 1969 war er Kaplan in Mürzzuschlag, sodann in Graz, wo er ab 1969 zudem als Studentenseelsorger wirkte. Gemeinsam mit dem Pastoralassistenten Franz Weritsch baute er in Graz außerdem die Telefonseelsorge auf. Bereits sein erstes, im Jahr 1973 gemeinsam mit Josef Dirnbeck verfasstes Buch Ich begann zu beten wurde ein großer Erfolg. Zwei Monate nach dessen Erscheinen wurde eine zweite Auflage gedruckt, ein Jahr später erschien das Buch auch in finnischer Übersetzung. Bis 1992 wurden sieben Auflagen davon gedruckt. Nach seinem Erstlingswerk veröffentlichte Gutl zahlreiche weitere Bücher mit Gebets- und Meditationstexten sowie Artikel in Tageszeitungen. 1978 folgte ein Aufenthalt im Zisterzienserstift Rein bei Graz. 1981 wurde er Pfarrer in der obersteirischen Gemeinde St. Peter ob Judenburg, ab 1984 war er Rektor des diözesanen Bildungshauses Mariatrost. Er verstarb am 20. August 1994. Anlässlich seines 30. Todestages wurde ihm in der Stadtgemeinde Feldbach ein sechs Kilometer langer Gedenkweg gewidmet. Entlang des Weges befinden sich die Martin-Gutl-Kapelle, die Gutl-Grotte und das Heimathaus von Martin Gutl. Die mit Informationen versehenen Stationen des Weges wurden von Roswitha Dautermann mit kleinen Kunstwerken gestaltet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gutl, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Benediktiner und Buchautor |
| GEBURTSDATUM | 28. April 1942 |
| GEBURTSORT | Mühldorf bei Feldbach |
| STERBEDATUM | 20. August 1994 |