



Martin Pacobello war ein italienischer Renaissance-Bildhauer († 4. Februar 1630 in Graz), der in Kärnten und in der Steiermark tätig war.
Die Geburtsdaten von Martin Pacobello sind unbekannt. Die Familie Pacobello ist vermutlich um 1600 aus Lugano nach Kärnten eingewandert. Martin Pacobello hatte in Klagenfurt eine Werkstatt mit Gesellen. Zu den ersten bekannten Werken Pacobellos zählt das 1604 gearbeitete Familienepitaph für Georg Siegmund von Neuhaus in der Propsteikirche von Gurnitz. 1606 wird Martin Pacobello zum ständischen Bildhauer und Polier ernannt. Bedeutende Arbeiten schuf er ab 1612 für den Gurker Dom, wo er neben dem monumentalen Grabmal für den Probst Karl Grimming weitere Grabdenkmäler anfertigte. Nachdem er nicht, wie vorhergesehen, den Hochaltar des Gurker Doms errichten durfte, wanderte er nach Graz ab, wo sein Bruder Philibert, ebenfalls ein Bildhauer, lebte. Martin Pacobello starb am 4. Februar 1630 an den Folgen eines Raufhandels.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pacobello, Martin |
| ALTERNATIVNAMEN | Pocobello, Martino |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 16. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Lugano |
| STERBEDATUM | 4. Februar 1630 |
| STERBEORT | Graz |