Mascha Binder (* 1978 in Würzburg) ist eine deutsche Internistin. Von 2018 bis 2023 leitete sie die Klinik für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Halle (Saale). Seit 1. April 2023 ist Binder Chefärztin der Medizinischen Onkologie am Universitätsspital Basel. Ihr wissenschaftlicher Fokus liegt im Bereich der Immuntherapie von Krebs sowie in der Erforschung und zielgerichteten Behandlung von lymphatischen Neoplasien.
Sie studierte von 1998 bis 2004 in Würzburg, Rom und Freiburg Medizin mit praktischen Abschnitten in Togo, Frankreich, Schweiz, Italien, Australien und den USA. Binder absolvierte ihre Facharztausbildung am Universitätsklinikum Freiburg und arbeitete anschließend von 2008 bis 2018 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Von 2015 bis 2018 war sie stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Die Forschungsarbeit Binders beschäftigt sich hauptsächlich mit der Rolle des adaptiven Immunsystems bei Krebserkrankungen, Autoimmunität und Infektionen sowie der Frage, wie gezielte Mechanismen der adaptiven Immunantwort zur Bekämpfung von Krebserkrankungen nutzbar gemacht werden können, beispielsweise mittels Immun-Checkpoint-Inhibitoren oder CAR T Zelltherapie.
Während der COVID-19 Pandemie war Binders Forschungsgruppe an der Aufschlüsselung der SARS-CoV-2-spezifischen Immunantwort beteiligt und hat wichtige Arbeiten zum Verständnis von MIS-C (auch PIMS), einer hyperinflammatorischen Erkrankung bei Kindern nach SARS-CoV-2 Infektion, beigetragen. Darüber hinaus hat ihre Gruppe Entzündungsfaktoren charakterisiert, die mit Long-COVID assoziiert sind.
Binder ist Mutter von vier Kindern. Ihr Mann ist der Richter am Bundesgerichtshof Bernward Wollenschläger.
| Personendaten | |
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| NAME | Binder, Mascha |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Internistin |
| GEBURTSDATUM | 1978 |
| GEBURTSORT | Würzburg |