
Ein Maskottchen oder (selten) die Maskotte (von französisch mascotte ‚Person, Tier oder Gegenstand als Glücksbringer‘; okzitanisch mascòta; masca ‚kleiner Zauberer; Zauberin‘; oberitalienisch: masca ‚Hexe‘) bezeichnet zumeist einen Glücksbringer, ein Püppchen oder ein Amulett für eine Personengruppe.
Im Marketing wird als Maskottchen in diesem Sinne ein stilisiertes, häufig comicartiges Phantasiewesen mit menschlichen Zügen bezeichnet. Es steht als Erkennungszeichen für eine Marke im allgemeinen Sinne, d. h. für ein Unternehmen, ein Produkt, eine Stadt, eine Region, eine Veranstaltung oder eine Institution (z. B. einen Sportverein). Maskottchen sind in der Vermarktung von Produkten und Unternehmen ein Teil des Corporate Designs. Sie bilden oft eine Basis für Motivations- oder Werbekampagnen.
Ein Maskottchen kann ein Tier sein, muss es jedoch nicht. Beispielsweise ist Twipsy, das Maskottchen der Expo 2000, ein Wesen aus dem Cyberspace.
Für die Olympischen Spiele und Weltmeisterschaften gibt es eigene Maskottchen. Auch diverse Sportvereine und -verbände haben ihre Maskottchen.
1968 fanden die Olympischen Winterspiele im französischen Grenoble statt. Hier wurde das erste Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele ein Maskottchen gestaltet. Es war eine Kunstfigur mit dem Namen „Schuss“. Weitere Maskottchen waren:

Männer

Frauen




Auch einige Freie-Software-Projekte haben Maskottchen. Das Linux-Projekt hat einen Pinguin namens Tux, die Projekte um OpenBSD haben einen Kugelfisch namens Puffy, und das älteste Maskottchen ist der BSD-Daemon, der jedoch keinen Namen trägt. Weitere Maskottchen sind etwa Mozilla, die grüne Eidechse des Mozilla-Projekts, oder Konqi, der Drache des KDE-Projekts. Das Projekt OPIE (Linux-GUI für mobile Endgeräte) hat einen Drachen als Maskottchen, die Senior-PUG (Palm-Benutzergruppe) einen „tapf!“. „Wilber“ ist der Name des Maskottchens der freien Bildbearbeitungsanwendung GIMP.

Manche militärische Einheiten (nicht in Deutschland) haben oder hatten Maskottchentiere, so zum Beispiel einzelne Regimenter der französischen Fremdenlegion. Oft werden diese Tiere auch tatsächlich gehalten und bei Paraden präsentiert.

