Mathias Faber (geb. 24. Februar 1587 in Altomünster; gest. am 26. April 1653 in Tyrnau) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe.
Faber war der Sohn eines Bierbrauers und besuchte das Gymnasium in München. Er studierte an der Universität Dillingen, wo er am 17. August 1607 seine philosophische Disputation ablegte. Er reiste nach Rom und wurde in das Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum de Urbe aufgenommen, an dem er dreieinhalb Jahre studierte und zum Priester geweiht wurde. Nach seiner Priesterweihe übernahm er 1617 die Pfarrei Pitzling im Bistum Eichstätt und studierte parallel an der Universität Ingolstadt. Am 25. Mai 1619 übernahm er die Pfarrei Wemding. 1630 erwarb er das Gut Erasbach und wurde Pfarrer in Neumarkt in der Oberpfalz. Hier veröffentlichte er die Predigtsammlung „Concionum opus tripartitum“, die als sein bedeutendstes Werk gilt. Dadurch gelangte er an die Stadtpfarrei St. Moritz in Ingolstadt und übernahm den damit verbundenen theologischen Lehrstuhl. Er promovierte jedoch nicht, sondern verließ den Lehrstuhl wieder und ging nach Österreich, wo er sich 1637 in Wien den Jesuiten anschloss und 14 Jahre als Prediger arbeitete.
Neben dem vielfach aufgelegten „Opus tripartitum“ veröffentlichte er mehrere theologische Streitschriften in deutscher Sprache, darunter „Fels der katholischen Kirchen, Lehr und Glauben“ (Ingolstadt, 1636).
Schriften von Mathias Faber in der Deutschen Digitalen Bibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Faber, Mathias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher römisch-katholischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 24. Februar 1587 |
| GEBURTSORT | Altomünster |
| STERBEDATUM | 26. April 1653 |
| STERBEORT | Tyrnau |