Eine K-konvexe Funktion ist einer Verallgemeinerung des Begriffes der Konvexität einer Funktion auf reell-vektorwertige Funktionen. Dazu wird die strikte Ordnung auf abgeschwächt und es wird mit Halbordnungen auf gearbeitet, den sogenannten verallgemeinerten Ungleichungen.
Gegeben sei ein abgeschlossener, spitzer und konvexer Kegel mit nichtleerem Inneren und bzw. die von diesem Kegel induzierte Halbordnung bzw. strikte Halbordnung. Des Weiteren sei eine konvexe Teilmenge des . Die Funktion
heißt K-konvex auf der Menge genau dann, wenn
gilt für alle und alle . Die Funktion heißt strikt K-konvex auf der Menge , wenn
für alle und alle in gilt.
Die K-Konvexität einer Funktion lässt sich auch gut mittels der von dem zu dualen Kegel induzierten Halbordnung beschreiben. Eine Funktion ist genau dann (strikt) K-konvex, wenn für jeden vom Nullvektor verschiedenen Vektor mit gilt, dass (strikt) konvex im herkömmlichen Sinne ist.
Ist eine differenzierbare Funktion, so ist diese genau dann K-konvex, wenn
Die Kompositionen von K-konvexen Funktionen sind unter gewissen Umständen wieder konvex.
Betrachtet man Abbildungen vom in den Raum der symmetrischen reellen Matrizen , versehen mit der Loewner-Halbordnung , so heißen die entsprechenden K-konvexen Funktionen auch Matrix-konvexe Funktionen. Eine äquivalente Charakterisierung der Matrix-Konvexität ist, dass die Funktion konvex ist für alle genau dann, wenn Matrix-konvex ist.
Beispielsweise ist die Funktion , definiert durch , matrix-konvex, weil konvex ist wegen der Konvexität der Norm.
K-konvexe Funktionen werden beispielsweise bei der Formulierung von konischen Programmen oder Verallgemeinerungen der Lagrange-Dualität verwendet.
Teilweise werden auch Abbildungen zwischen zwei reellen Vektorräumen betrachtet und nur mit einem Ordnungskegel versehen, nicht mit einer verallgemeinerten Ungleichung. An die Abbildung wird die Forderung
für alle und aus der konvexen Menge gestellt. Dann wird die Abbildung wieder eine konvexe Abbildung genannt.