Matthias Jendis

Matthias Jendis (* 5. Mai 1959 in Rotenburg (Wümme); † 22. Januar 2009 in Göttingen) war ein deutscher literarischer Übersetzer.

Leben

Nach dem Abitur (1978) leistete Jendis zwei Jahre Wehrdienst als Soldat auf Zeit (Funker) auf einem Schiff der Bundesmarine. Zwischen 1978 und 1998 war er zehnmal in Israel (zwei Kibbuzim in der Negevwüste). Das Studium der Englischen Philologie, Alten Geschichte und Mittleren und Neueren Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen schloss er mit dem Magister Artium und dem Ersten Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt ab. Von 1990 bis 1995 war Jendis als wissenschaftliche Hilfskraft am Englischen Seminar der Universität Göttingen tätig. Von 1993 bis 1996 arbeitete er an einer Dissertation über viktorianische Literatur („Die Unvollendete“). Ab Ende 1996 arbeitete er ausschließlich als literarischer Übersetzer. Für seine Neuübersetzung Moby-Dick oder Der Wal, 2001, wurde er unter anderem mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis für Übersetzungen angelsächsischer Literatur und dem Nicolas-Born-Preis 2002 ausgezeichnet, der damit erstmals an einen Übersetzer ging. Er war mit dem australischen Autor Elliot Perlman befreundet, dessen Roman Sieben Seiten der Wahrheit (2005; dt. 2008) er übersetzt hat. Jendis lebte in Göttingen.

Übersetzungen

Preise und andere Auszeichnungen

Notizen

  1. ↑ Die Kunst des Leidens. Carmela Welge über die Übersetzung, insbes. den großen Unterschied der beiden getrennt arbeitenden Übersetzer. ReLÜ, Rezensionszeitschrift, 2, 2005