Matthias Simon (* 10. Juni 1893 in Wernsbach bei Ansbach; † 17. März 1972 in Nürnberg) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Archivar und Kirchenhistoriker.
Nach dem Besuch des Gymnasiums Ansbach studierte Matthias Simon Evangelische Theologie an der Universität München und der Universität Erlangen. Als Soldat nahm er am Ersten Weltkrieg teil und konnte sein Studium erst nach dem Krieg fortsetzen. 1920 trat er in das Predigerseminar in München ein. Von 1925 bis 1932 hatte er die zweite Pfarrstelle in Arzberg (Oberfranken) inne. 1926 promovierte er zum Doctor theologiae an der Universität Erlangen und wurde im gleichen Jahr als erster Pfarrer in Bayern Mitglied der SPD. Seit seinem Kriegsdienst fühlte er sich mit dem religiösen Sozialismus verbunden. 1932 wurde Simon als Studienrat am Real- und Reformgymnasium Nürnberg eingesetzt. Im Jahre 1936 erhielt er eine Pfarrstelle in Augsburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1945 zum Kirchenrat ernannt und amtierte seit 1947 als Direktor des Landeskirchlichen Archivs in Nürnberg. Außerdem hatte er einen Lehrauftrag an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Simon veröffentlichte zahlreiche kirchengeschichtliche Arbeiten zur Geschichte der Evangelischen Kirche in Bayern und war Herausgeber der "Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte".
Die Stadt Arzberg, deren Heimatbuch Matthias Simon während seiner Dienstzeit als dortiger Pfarrer veröffentlichte, ernannte ihn zum Ehrenbürger.
| Personendaten | |
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| NAME | Simon, Matthias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Pfarrer, Archivar und Kirchenhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1893 |
| GEBURTSORT | Wernsbach bei Ansbach |
| STERBEDATUM | 17. März 1972 |
| STERBEORT | Nürnberg |