Grab Max Lachnits auf dem Loschwitzer Friedhof (Foto 2009)
Lachnit war ein Sohn des Tischlers Wilhelm Lachnit und dessen Ehefrau Emma Martha Lachnit geb. Springer. Sein Bruder Wilhelm Lachnit wurde ein erfolgreicher Maler. Nach einer Tischlerlehre besuchte Max Lachnit die Abendschule der Kunstgewerbeschule Dresden, wo er Eugen Hoffmann, Otto Griebel, Eric Johansson, Otto Dix und Hans Grundig kennenlernte. Von 1926 bis 1928 studierte er bei Erich Zschiesche (1892–1970) an der inzwischen in Akademie für Kunstgewerbe Dresden umbenannten Kunstgewerbeschule und war anschließend als freischaffender Künstler tätig.
In den frühen 1930er-Jahren wurde er als Mitglied in den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufen, arbeitete aber auch als Architekt im Dresdner Atelier des Bildhauers Hermann Richter (1894–1942), eines Schülers von Karl Albiker. Im Auftrag von Wilhelm Kreis schuf Lachnit ab 1939 Reliefs und ornamentale Plastiken. Im Jahr 1945 wurde Lachnits Atelier am Georgplatz2 ausgebombt, er lebte nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin ab 1946 in Dresden unter anderem im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz.
Lachnit erhielt in der DDR eine bedeutende Zahl von öffentlichen Aufträgen für architekturbezogene Werke und Werke im öffentlichen Raum.
Für die Hygiene-Ausstellung in Dresden erstellte er mehrere Reliefs, wie auch zahlreiche Reliefs und Schlusssteine der Altmarktbebauung von ihm stammen. Neben figürlichem Schmuck war Lachnit in seinen späten Lebensjahren auch im Bereich der Grafik tätig. Er gehörte in der DDR zu den wenigen Künstlern, die die Technik der Monotypie anwandten.
1957: Flügelradbrunnen in Sandstein am Gerhart-Potthoff-Bau der Technischen Universität Dresden, Hettnerstraße 1 (Das Flügelrad als Symbol der Eisenbahn und des Schienenverkehrs verweist auf die Verkehrshochschule. Die drei Adler auf einer Art Rad symbolisieren die Fortbewegung, bezugnehmend auf Hermes den Götterboten.)
1958–1959: Löwenausleger der Löwenapotheke in Dresden
1959: Ornamentale Wandgestaltung (Keramik-Mosaik, 200 m2; Ausführung durch PGH Fliesenleger Radebeul; Dresden, Treppenhaus der Mensa der Hochschule für Verkehrswesen)
↑Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 44/45