Max Gebhard Lebrecht Walleser (* 18. Juni 1874 in Mannheim; † 15. April 1954 in Wiesloch) war ein deutscher Indologe.
1891 bis 1896 studierte er neuere Philologie und Philosophie in Heidelberg, Freiburg und Genf. Während seines Studiums wurde er im Wintersemester 1893 Mitglied der Burschenschaft Teutonia Freiburg. 1902 verteidigte er seine Dissertation mit dem Titel Das Problem des Ich. Mit seinem 1904 erschienenen Buch Die philosophische Grundlage des älteren Buddhismus wurde er bekannt. 1903 bis 1909 war er Lehrer in Säckingen, 1909 bis 1910 in Kehl, 1910 bis 1911 in Mannheim und von 1911 bis 1939 in Heidelberg. 1911 wurde er Privatdozent an der Universität Heidelberg, wo er 1918 auch zum außerordentlichen Professor für indische Philologie ernannt wurde. Er war Herausgeber der Materialien zur Kunde des Buddhismus. Im April 1936 wurde ihm die Lehrbefugnis entzogen.
1929 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften gewählt.
Zu seinen Schülern zählten Edward Conze und Walter Liebenthal.
Er litt unter psychischen Störungen und starb laut Diagnose an Herz- und Kreislaufversagen bei Schizophrenie und Cerebralsklerose. Er war zeitweise in der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch untergebracht.
Walleser war verheiratet und hatte mindestens eine Tochter.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walleser, Max |
| ALTERNATIVNAMEN | Walleser, Max Gebhard Lebrecht (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Indologe, Buddhologe |
| GEBURTSDATUM | 18. Juni 1874 |
| GEBURTSORT | Mannheim |
| STERBEDATUM | 15. April 1954 |
| STERBEORT | Wiesloch |