Max Zeibig

Ansichtskarte mit Gedicht von Max Zeibig über das Restaurant Vincenz Richter in Meißen

Max Zeibig (* 2. April 1889 in Loschwitz; † 18. Mai 1963) war ein deutscher Lehrer und Dichter. Er war auch schriftstellerisch tätig und hat speziell über die Oberlausitz publiziert. Zu seinen Freunden zählten u. a. der sächsische Dichter Kurt Arnold Findeisen, der Mundartdichter des Erzgebirges Anton Günther und der Lehrer Max Lucke aus Bautzen, dessen Ehefrau Lotte geb. Truckenbrodt ebenfalls aus dem Erzgebirge stammte.

Seit dem 1. Januar 1946 befand sich Zeibig, seit 1938 Mitglied der NSDAP, in Speziallagern der sowjetischen Besatzungsmacht in Deutschland. Im Zuge der Auflösung der letzten dieser Lager wurde er am 29. Juli 1950 von der Sonderberatung des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR (MGB) auf der Grundlage des Alliierten Kontrollratsgesetzes Nr. 10 zu 25 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Ihm wurde Zusammenarbeit mit dem SD und die Sammlung von Informationen über die politische Stimmung der Bevölkerung in Deutschland vorgeworfen. Die Strafe verbüßte er unter anderem in den Sonderlagern Oserlag (Taischet) und Angarlag (Bratsk). Am 19. Oktober 1955 wurde er in Frankfurt (Oder) entlassen.

Später ließ sich Zeibig in Bayern nieder. Beerdigt wurde Zeibig in Wasserburg (Bodensee).

Werke (Auswahl)

Fußnoten

  1. ↑ Informationen der Dokumentationsstelle Dresden auf Basis der Gefangenenakte im Russischen Staatlichen Militärarchiv (RGWA), f. 461, d. 199739.
  2. ↑ Rolf Vollmann: Der Himmel, ein Beet voller Veilchen. In: Die Zeit. Nr. 2, 2004 (Zeit Online).
Personendaten
NAME Zeibig, Max
KURZBESCHREIBUNG deutscher Lehrer und Dichter
GEBURTSDATUM 2. April 1889
GEBURTSORT Loschwitz
STERBEDATUM 18. Mai 1963