Maximilian Alram (* um 1674 in Loitzhausen bei Marquartstein im Chiemgau; † 1739 in Straubing) war während des bayerischen Volksaufstandes 1705 Pfleger von Valley sowie kaufmännischer Hofkammerrat, Kriegskommissar von Straubing und Tabakunternehmer.
Christian Probst berichtet, dass sich der Pfleger der ehemaligen Tattenbachschen Grafschaft Valley, vormals Landgericht Aibling(heute Landreis Miesbach), Maximilian Alram geb. am 12. Oktober 1674 Wirtssohn aus Grassau i. Chiemgau (Pfarrmatrikel Grassau), im Franziskanerkloster von Tölz mit den Aufständischen des Oberlandes traf. Alram führte mit 382 Mann eines der größten Kontingente der insgesamt 2762 Mann die nach Sendling zogen an (Expertise nach Historiker Hubert Dorn, München und historischer Nachweis der Gebirgsschützenkompanie Grafschaft Valley 1705) Um die Wende des Jahres 1707 auf 1708 hat Alram einen Bericht über seine Teilnahme und die Geschehnisse am Volksaufstand an den Kurfürsten Max II. Emanuel gerichtet verfasst.
Alram konnte nach der Niederschlagung des Aufstandes über Traunstein auf dem ehemaligen Schmugglerweg Schleching / Kössen nach Tirol und über die Schweiz weiter nach Belgien fliehen und wurde nach der Rückkehr des Kurfürsten Maximilian II. Emanuel 1715 Kriegskommissär von Straubing. Im Jahr 1727 beschloss der junge Kurfürst Karl Albrecht den Tabak wieder als Ertragsquelle zu nutzen, um die ererbte Schuldenlast zu schmälern. Alram war als Oberverweser für Carl Roman Meyern tätig. Aus dem Jahr 1729 sind mehrere Briefwechsel Alrams erhalten unter anderem mit der Firma Krochmann & Co in Nürnberg oder eine Supplik mit Joseph Meyernfeld an den Landesfürsten.a

Im Münchner Stadtbezirk 6 Sendling wurde 1887 die Alramstraße nach ihm benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alram, Maximilian |
| KURZBESCHREIBUNG | Pfleger von Valley |
| GEBURTSDATUM | um 1674 |
| GEBURTSORT | Erkensdorf |
| STERBEDATUM | nach 1730 |
| STERBEORT | Straubing |