Maximilian Larsen

Maximilian Larsen (eigentlich Max Fritz Bruno Schwenkner; * 13. Februar 1904 in Rixdorf; † 13. Januar 1975 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler sowie Synchron- und Hörspielsprecher.

Leben und Wirken

Der Sohn des Schneidermeisters und späteren Kaufmanns Maximilian Schwenkner und der Näherin Klara Dierberg erhielt seine künstlerische Ausbildung Mitte der 1920er-Jahre und trat zunächst in Breslau sowie an Berliner Kabaretts auf. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde das KPD-Mitglied Larsen im März 1933 delogiert und des Landes verwiesen. Bald darauf fand er Unterschlupf bei seiner Parteigenossin Mathilde Griese, die ihn während des Dritten Reichs in verschiedenen Berliner Wohnungen versteckt hielt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs heirateten Larsen und Griese.

Ab 1947 war Larsen als Schauspieler, Rezitator und Regisseur von Rundfunksendungen beim Sender Leipzig des Mitteldeutschen Rundfunks tätig. Nach der 1952 erfolgten Zentralisierung des Rundfunkwesens in der DDR kam Larsen zur DEFA, wo er durch etliche kleine bis mittelgroße Filmrollen einem breiten Publikum bekannt wurde. Von kräftiger Statur, verkörperte der ehemalige Boxmeister von Brandenburg meist eindrucksvolle, zupackende Gestalten in Inszenierungen namhafter Regisseure wie Gustav von Wangenheim (Gefährliche Fracht), Martin Hellberg (Der Ochse von Kulm), Curt Bois (Ein Polterabend), Heiner Carow (Das Leben beginnt) und Frank Beyer (Zwei Mütter).

Daneben war Larsen umfangreich als Sprecher für Hörspiel und Filmsynchronisation tätig. Als Synchronsprecher lieh er unter anderem Alexei Smirnow in Der Hirsch mit dem goldenen Geweih, Robert Dalban in Der Verrückte von Labor 4 und Boris Andrejew als russischem Volkshelden Ilja Muromez in Der Kampf um das goldene Tor seine Stimme.

Maximilian Larsen war von 1967 bis zu seinem Tod in zweiter Ehe mit Charlotte Koczot verheiratet und lebte zuletzt in Berlin-Baumschulenweg. Er starb 1975.

Filmografie

Synchronrollen (Auswahl)

Hörspiele

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. ↑ Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Rixdorf, Nr. 569/1904 (online bei Ancestry, kostenpflichtig). Seine Eltern heirateten zweieinhalb Jahre nach seiner Geburt.
  2. ↑ Bundesarchiv, DEFA-Studio für Spielfilme, Personalakte Maximilian Larsen, DR 117/32121 (vgl. Eintrag bei Invenio).
  3. ↑ Landesarchiv Berlin, Versorgungsakte Mathilde Schwenkner-Larsen, C Rep. 118-01 Nr. 24703.
  4. ↑ Herwig Guratzsch, Georg Ulrich Großmann: Lust und Last. Leipziger Kunst seit 1945. Hatje Cantz Verlag, Berlin 1997, S. 395.
  5. ↑ Theater der Zeit, Heft 6 (1951), S. 6.
  6. ↑ Ernst-Georg Schwill: Is doch keene Frage nich. Erinnerungen eines Schauspielers. Das Neue Berlin, Berlin 2008, S. 80.
  7. ↑ Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Mitte von Berlin, Nr. 172/1975 (online bei Ancestry, kostenpflichtig).
Personendaten
NAME Larsen, Maximilian
ALTERNATIVNAMEN Dierberg, Max Fritz Bruno (Geburtsname); Schwenkner, Max Fritz Bruno (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schauspieler sowie Synchron- und Hörspielsprecher
GEBURTSDATUM 13. Februar 1904
GEBURTSORT Rixdorf, Provinz Brandenburg, Königreich Preußen, Deutsches Reich
STERBEDATUM 13. Januar 1975
STERBEORT Berlin (Ost)