| Maxthon | |
|---|---|
Maxthon 4.0 unter Windows 8 | |
| Basisdaten | |
| Entwickler | Maxthon International Ltd. |
| Erscheinungsjahr | 2002 |
| Aktuelle Version | 6.1.3.2000 (Windows) 25. März 2022 5.1.70 (macOS) 1.0.5.3 (Linux) 7.0.5.1000 (Android) 7.3.1 (iOS) |
| Aktuelle Vorabversion | 6.2.0.2100 (19. Oktober 2022) |
| Betriebssystem | Windows, macOS, Linux, Android, iOS |
| Programmiersprache | C++ |
| Kategorie | Webbrowser |
| Lizenz | proprietäre Freeware |
| deutschsprachig | ja |
| de.maxthon.com | |
Maxthon ist ein Unternehmen zur Entwicklung und zum Betrieb von Webtechnologien. Der Hauptsitz befindet sich in Singapur mit Büros in Peking, Hongkong und San Francisco, USA. Es betreibt ein Nachrichten- und Informationsportal (chinesisch und englisch), ein Spiele-Portal und eine Humor-Website sowie das Online-Kontosystem Passport und entwickelt als Hauptprodukt einen Webbrowser, der seit Version 6 Chromium als Rendering-Engine verwendet. Das Maxthon Team arbeitet weltweit remote und entwickelt den Browser für Windows, macOS, Android, iOS und Linux und einen "kindersicheren" Webbrowser für Android und iOS.
Am 11. Juli 2002 veröffentlichte Ming Jie "Jeff" Chen (Chinesisch: 陈明杰; Pinyin: Chén Míngjié) in Singapur die erste Version (0.1) als MyIE2 basierend auf dem Open-Source-Produkt MyIE. Das Produkt benannte er am 18. März 2004 in Maxthon um. 2005 erhielt sein Team eine Anschubfinanzierung der Risikokapitalfirma WI Harper Group und Morten Lund, dem ersten Skype-Investor. Chen verlegte das Unternehmen nach Peking. Maxthon war einer der zwölf Browser, die Microsoft 2010 auf der BrowserChoice.eu präsentierte, um es Windows-Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum zu ermöglichen, den Standard-Webbrowser selbst zu wählen.
Im Mai 2006 investierte das US-Unternehmen Charles River Ventures bis zu 5 Millionen US-Dollar in Maxthon.
Der Maxthon für das iOS-Betriebssystem wurde ab 2012 als Cloud-Web-Browser ausgelegt.
Seit 2014 ist Maxthon auch für Linux verfügbar.
Maxthon setzte anfangs auf Trident und ergänzt diese um Funktionen, die der Internet Explorer damals nicht bot, z. B. die Registernavigation. Außerdem unterstützt der Webbrowser Mausgesten, verschiedene Designs, Pop-up-Blocker, Werbeblocker und Feedreader. Man konnte zwischen der Rendering-Engine Gecko oder Trident umschalten, die Google-Toolbar verwenden oder durch wenige Mausklicks die Verläufe, Cookies und temporären Internetdateien löschen, um die Privatsphäre besser zu schützen. Jedoch wurden im Jahre 2016 Übertragungen von Telemetriedaten an Server in Peking bekannt.
Die Mindestvoraussetzungen beim Betriebssystem sind:
Zudem ist eine portable Ausgabe zur Nutzung auf externen Speichermedien (externen Festplatten, USB-Sticks oder Speicherkarten) für Windows erhältlich.
Maxthon stellte früher als andere Browser beim Start alle Registerkarten wieder her, die beim letzten Programmende offen waren. Laut Maxthon-Blog aus dem Jahr 2006 war Jeff Chen Urheber und CEO. Bis zum Jahr 2012 gab es weltweit mehr als 600 Millionen Downloads aller Maxthon-Versionen. Auf seiner Website erwähnt die Maxthon-Redaktion allein für die Windowsversion mehr als 300 Millionen Downloads.
Ab Version 6 unterstützt Maxthon Blockchain-Anwendungen auf Basis der Bitcoin-Abspaltung BSV. Dazu gehören Vbox als Blockchain-Identitätsverwaltung, NBdomain als Blockchain-Domain-System und eine Wallet zur Bezahlung mit der Kryptowährung BSV.