Meereisblume

Meereisblumen auf jungem Eis in der Arktis.

Meereisblumen sind wenige Zentimeter große Eiskristalle, die im Frühling und Herbst in der Arktis und Antarktis entstehen.

Entstehung und Mechanismen

Meereisblumen entstehen, wenn Winde die Eisoberfläche aufreißen und das nun offene Wasser erneut zuzufrieren beginnt. An der Oberfläche entsteht dabei eine konzentrierte Salzlake. In dieser bilden sich Eiskristalle, die Meereisblumen. Durch Kapillarwirkung saugen sie dann die konzentrierten Salze auf, so dass sie eine hohe Salzkonzentration aufweisen.

Diese Salze enthalten auch Bromverbindungen, diese führen zu einem radikalischen Abbau des oberflächennahen Ozons. Dieser Prozess findet in sogenannten Bromexplosionen statt.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dazu insb.: L. Kaleschke et al.: , Frost flowers on sea ice as a source of sea salt and their influence on tropospheric halogen chemistry. In: Geophys. Res. Lett. 31, 2004, L16114, doi:10.1029/2004GL020655.
  2. ↑ Hierzu etwa: A. M. Rankin, E. W. Wolff, S. Martin: Frost flowers: Implications for tropospheric chemistry and ice core interpretation In: J. Geophys. Res. 107(D23), 2002, S. 4683, doi:10.1029/2002JD002492.