| Meggle Holding SE | |
|---|---|
| Rechtsform | SE (Societas Europaea) |
| Gründung | 1887 |
| Sitz | Wasserburg a.Inn, |
| Leitung | Matthias Oettel, Henning Dehler, Marcus Hormuth |
| Mitarbeiterzahl | 2.485 (2022) |
| Umsatz | 1.466,7 Mio. Euro (2022) |
| Branche | Lebensmittel |
| Website | www.meggle-group.com |
| Stand: 31. Dezember 2022 | |
Die Meggle Holding SE (Eigenschreibweise: MEGGLE) ist eine Milch und Molke verarbeitende Unternehmensgruppe mit Sitz in Wasserburg am Inn.
Am 18. März 1887 meldete Josef Anton Meggle I. im Wasserburger Stadtteil ein Gewerbe für eine Käserei an. Dies gilt als Gründungsdatum des Unternehmens.

Neben dem Unternehmenssitz in Wasserburg am Inn werden an zwei weiteren deutschen Standorten Lebensmittel hergestellt. In Altusried im Allgäu sitzt der Käsehersteller Meggle Cheese Altusried. In Gebesee in Thüringen werden bei Meggle Bakery gefüllte, gekühlte Backwaren hergestellt. Außerhalb Deutschlands werden noch an drei weiteren Produktionsstätten (Slowakei, Bosnien-Herzegowina und Serbien) Milch-, Käse-, Sahne- und Joghurtprodukte für die regionalen Märkte hergestellt. Die Vertriebsniederlassungen erstrecken sich über den Kernmarkt Europa.
Das Unternehmen wurde bis 2020 als Aktiengesellschaft geführt, bevor es in eine GmbH umgewandelt wurde. Alleinige Gesellschafterin ist die Toni-Meggle-Stiftung, in die der vormalige Alleinaktionär Josef Anton („Toni“) Meggle (1931–2025) seine Aktien 2019 eingebracht hatte. Meggle gab an, dass die Satzung der Stiftung einen Verkauf der Beteiligung ausschließe. Auf diese Weise wolle er sicherstellen, dass die Meggle Group langfristig als mittelständisches Unternehmen erhalten bleibe.
Anfang September 2025 wurde bekannt, dass Meggle die Molkerei Rücker mit Sitz in Aurich und Wismar übernimmt. Die beiden Standorte firmieren seit Mitte Juni 2026 unter dem Namen Meggle Cheese Aurich GmbH & Co. KG und Meggle Cheese Wismar GmbH.
Die Unternehmensgruppe ist in zwei Business Divisions gegliedert:
Der Bereich Consumer Products umfasst die Herstellung von Butter-, Käse- und Backwaren für den Einzelhandel sowie die Gastronomie. Bedeutsam für die Unternehmensgeschichte und nach Unternehmensangaben zugleich Geburtsstunde der Portionsbutter war der Eucharistische Weltkongress im Sommer 1960 in München. Für die Verpflegung der 500.000 internationalen Teilnehmer während der einwöchigen Veranstaltung wurde die Ausschreibung für die Butterversorgung durchgeführt. Meggle entwickelte dazu die Portionsbutter. In den folgenden Jahren fand eine Ausweitung der Produktion statt.
Für Kräuterbutter setzte Meggle den lebensmittelrechtlichen Eintrag der Kategorie Butterzubereitungen bei der Deutschen Streichfettverordnung durch. Bis dahin gab es keine gesetzliche Kategorie, in die sich Kräuterbutter hätte einordnen lassen. Heute umfasst das Sortiment der Business Unit Consumer Products Butterzubereitungen, darunter Butterspezialitäten wie Kräuter- und Knoblauchbutter. Weitere Varianten werden saisonal angeboten. Seit 2021 werden auch pflanzliche Produkte hergestellt. 1995 erweiterte Meggle sein Sortiment um die Produktkategorie Baguettes. Inzwischen umfasst das Sortiment verschiedene Varianten gefüllter Backwaren.
In den 1990er‑Jahren baute das Unternehmen die Herstellung industrieller Milchbestandteile und pharmazeutischer Hilfsstoffe aus. Hieraus entstand der Geschäftsbereich Excipients, der Großkunden aus der Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie beliefert. In der Business Unit Excipients entwickelt, produziert und vertreibt Meggle pharmazeutische Lactose. Die Business Unit Food Ingredients entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Die Business Unit Feed Ingredients stellt teilentzuckertes Molkenpulver für die Futtermittelindustrie her. Meggle Ingredients liefert der Lebensmittelindustrie Vorprodukte. Der Unternehmensbereich ist unter anderem in Japan, China, Singapur, Indien, Dubai, den USA und Brasilien aktiv.

Das Kleeblatt wurde als Markenzeichen 1951 beim Deutschen Patent- und Markenamt als Bildmarke angemeldet. Der Eintrag als Bild- und Wortmarke erfolgte 1971. Einigen Dokumenten nach gab es das Unternehmenszeichen bereits in den 1930er Jahren.