| Meia Via | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | ||||||
| Region: | Centro | |||||
| Unterregion: | Médio Tejo | |||||
| Distrikt: | Santarém | |||||
| Concelho: | Torres Novas | |||||
| Koordinaten: | 39° 28′ N, 8° 30′ W | |||||
| Einwohner: | 1666 (Stand: 19. April 2021) | |||||
| Fläche: | 4,09 km² (Stand: 1. Januar 2010) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 407 Einwohner pro km² | |||||
| Postleitzahl: | 2350 | |||||
Meia Via ist eine Gemeinde (Freguesia) im portugiesischen Kreis Torres Novas. In ihr leben 1666 Einwohner (Stand 19. April 2021).
Sie wurde 2001 von der benachbarten Gemeinde Santiago abgetrennt. Die Gemeinde Meia Via wurde am 3. Juli 2001 gegründet. Sie umfasst folgende Ortschaften und Siedlungen: Meia Via, Guadiana, Charneca da Meia Via, Casal do Pote, Casal Pinhal, Casal das Vieiras, Ladeira do Pinheiro und Botequim (teilweise).
Der Name Meia Via taucht erstmals im 17. Jhd. in einem religiösen Dokument auf. Vermutlich kommt er daher, dass der Ort ungefähr auf halber Strecke der alten Königsstraße zwischen Lissabon und Coimbra lag. Die Siedlung selbst ist jedoch deutlich älter und entstand aus mehreren kleinen landwirtschaftlichen Siedlungen, deren Namen teilweise bis heute erhalten sind.
Meia Via gehörte immer zur Gemeinde Santiago und lag in einer eher kargen Gegend. Die Bewohner lebten lange hauptsächlich von Landwirtschaft und Handwerk. Trotz der schwierigen Bedingungen entwickelten sie den Ort weiter und pflegten ihre Traditionen. Aus alten Bräuchen rund um die Sommersonnenwende entstand später das Fest zu Ehren des Heiligen Geistes (Divino Espírito Santo), das bis heute gefeiert wird.
Im 19. Jahrhundert kämpften die Bewohner erfolgreich um die Aufteilung der öffentlichen Ländereien und konnten dadurch selbst zu Landbesitzern werden. Außerdem entstanden eine Schule und eine Musikgesellschaft.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Meia Via weiter. 1909 wurde der Friedhof gebaut, später folgten ein Theater, eine Bibliothek und weitere kulturelle Einrichtungen. Ab den 1950er-Jahren veränderte sich das Leben stark: Durch die wachsende Industrie in Entroncamento und Torres Novas wechselten viele Einwohner von der Landwirtschaft in die Industrie und wurden Arbeiter.
Ende der 1950er-Jahre wurde die historische Kapelle Nossa Senhora de Monserrate leider abgerissen. Erhalten blieben nur das Kreuz und einige wertvolle Azulejos (bemalte Keramikfliesen).
Nach der Nelkenrevolution 1974 verbesserte sich die Infrastruktur deutlich. Meia Via erhielt unter anderem eine öffentliche Wasserversorgung, Kanalisation, einen Kindergarten, eine Gesundheitsstation, einen Markt und ein Sozialzentrum.