Meimerhausen

Meimerhausen
Wappen von Meimerhausen
Koordinaten: 51° 57′ N, 9° 53′ OKoordinaten: 51° 57′ 0″ N, 9° 53′ 0″ O
Höhe: 154 m ü. NHN
Fläche: 3,14 km²
Einwohner: ca. 92 (2011)
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31084
Vorwahl: 05184
Meimerhausen (Niedersachsen)
Meimerhausen (Niedersachsen)
Lage von Meimerhausen in Niedersachsen
Annenkirche Meimerhausen
Annenkirche Meimerhausen

Meimerhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Freden (Leine) im niedersächsischen Landkreis Hildesheim.

Geografie

Durch das Dorf führt die Landesstraße L 486. Am südlichen Ortsrand fließt die Leine.

Geschichte

Das Hildesheimer Kloster St. Michael besaß 1321 einen Berg bei „Meymerhusen“. Weiterer Besitz bei dem Dorf ist 1578 beurkundet in einem Erbregister der Burg Winzenburg, woraus hervorgeht, dass das Geschlecht „Ruscheplaten“ hier bis 1609 einen Sitz hatte und auch im nahen Dorf Everode über Ländereien verfügte. Das Gut kam danach an wechselnde Besitzer. Um 1855 wurden die Bauern gemäß Ablösungsrecht von ihren Lasten befreit. 1861 kaufte es Baron von Steinberg. Als dieses Geschlecht 1911 im Mannesstamm ausstarb, verkaufte es die Tochter von Steinberg, die später in das Haus Hardenberg einheiratete, und die Ländereien wurden in kleinere Parzellen aufgeteilt. 1925 betrug die Einwohnerzahl 188. Im Jahr 1961 hatte der Ort 272, im Jahr 1970, kurz vor der Eingemeindung, 190 Einwohner. Am 1. März 1974 wurde Meimerhausen in die Gemeinde Freden (Leine) eingegliedert.

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Meimerhausen wird seit dem 1. März 1974 auf kommunaler Ebene von dem Gemeinderat der Gemeinde Freden vertreten.

Liste der vergangenen Ortsvorsteher

In der Zeit von 1819 bis Anfang des 20. Jahrhunderts wirkten in Meimerhausen folgende Ortsvorsteher:

Wappen

Der Gemeinde wurde das Ortswappen am 5. Mai 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Hannover verliehen. Der Landrat aus Alfeld überreichte es am 7. Dezember desselben Jahres.

Wappen von Meimerhausen
Wappen von Meimerhausen
Blasonierung: „In blauem Schild auf grünem, mit einer liegenden silbernen Hirschgeweihstange belegtem Hügel, eine Elster in natürlichen Farben mit schräg nach oben gerichtetem Schwanz und erhobenen rechten Bein.“
Wappenbegründung: Nach der Erinnerung der Alten des Dorfes Meimerhausen war vor der Verkoppelung der Gemarkung, als noch überall an Wegen und Rainen Baum und Hagen ihren Platz hatten, die Elster der Charaktervogel des Ortes und seiner Umgebung, der in Sage und Brauchtum eine gewichtige Rolle spielte. Mit Recht erkor so die Gemeinde den heute in seiner Feldmark zur Seltenheit gewordenen schönen Vogel als Wahrzeichen.

Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Commons: Meimerhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Gemarkung Meimerhausen, Gemeinde Freden (Leine). In: GEOindex. Abgerufen im September 2025.
  2. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 205 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  3. 1 2 Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. Neubindung. Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998 (Digitalisat des Textteils der Erstauflage von 1940 [PDF; 10,0 MB; abgerufen am 11. Juni 2019]).
  4. ↑ MEIMERHAUSEN Gem. Freden (Leine), Kr. Hildesheim. Ev. Kirche St. Annen. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 937.
  5. ↑ Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers 1997, S. 220.