| Film | |
| Titel | Meine Frau weint |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Frankreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 93 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Blue Monticola Film |
| Stab | |
| Regie | Angela Schanelec |
| Drehbuch | Angela Schanelec |
| Produktion | Kirill Krasovski |
| Kamera | Marius Panduru |
| Schnitt | Angela Schanelec |
| Besetzung | |
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Meine Frau weint (englischer Titel: My Wife Cries) ist ein deutsch-französisches Filmdrama der Regisseurin Angela Schanelec, das im internationalen Filmwettbewerb der Berlinale 2026 seine Weltpremiere feierte. Am 11. Juni 2026 war der Filmstart in den deutschen Kinos.
Carla und Thomas sind verheiratet und leben zusammen. Thomas arbeitet auf einer großen Berliner Baustelle als Kranfahrer und erhält einen Anruf von seiner Frau, die aus einem Krankenhaus anruft, den er jedoch nicht annehmen kann. Seine Kolleginnen verwickeln ihn während des Wartens in private und sehr persönliche Gespräche. Später trifft er seine Frau auf einer Parkbank. Sie kann nur stockend erzählen, was passiert ist, und bricht in Tränen aus. Beide sitzen lange auf der Bank, während sie, an ihn gelehnt, regungslos verharrt.
Auf dem Nachhauseweg beginnt Carla zu reden. Sie erzählt von einem Tanzkurs, den sie voller Begeisterung mit Thomas besucht hat. Sie wirft ihm vor, dass er nicht dieselbe Leidenschaft fürs Tanzen entwickeln konnte. Er hält dagegen, doch es war ihr einfach nicht genug, weshalb sie einen neuen Tanzpartner kennenlernte, mit dem sie auch private Dinge austauschen konnte. Sie erklärt, dass dieser Mann nicht mehr in der Stadt leben will und dass sie ihn zu einer Hausbesichtigung im ländlichen Raum begleitet hat. Auf der Fahrt ereignet sich ein Unfall: Ein Lkw streift das Auto, in dem Carla und der andere Mann sitzen. Nur sie überlebt – noch dazu unverletzt. Thomas kann daraufhin nicht mehr weitergehen. Während Carla ihm Wasser holt, ruft eine andere Frau den Krankenwagen.
Am nächsten Morgen liegen sie zusammen im Bett und reden miteinander. Später besucht Carla ihn auf der Baustelle und spricht mit seinen Kolleginnen im Baustellenbüro. Danach fährt sie eine weite Strecke mit dem Fahrrad. Carla macht die Bekanntschaft mit dem Vater eines Kindes aus dem Kindergarten, in dem sie arbeitet. Er soll Schriftsteller sein und für den Nobelpreis nominiert gewesen sein. Später kauft sie sein Buch. Als Carla bei Freunden zusammenbricht, wird Thomas gerufen. Während Carla schläft, erzählt der sonst eher wortkarge Thomas aus seinem Leben. Er weiß bis heute nicht, ob er aus einer früheren Beziehung ein Kind hat. Er hat sich einfach nicht mehr bei der Frau gemeldet. Während die Gruppe von Freunden draußen beginnt, einen ungewöhnlichen Tanz aufzuführen, wacht Carla auf und fährt mit dem Fahrrad davon.

Die Dreharbeiten fanden im Zeitraum vom 4. Juli 2025 bis zum 10. September 2025 statt. Gedreht wurde an verschiedenen Schauplätzen in Berlin sowie in Galicien (Spanien).
Meine Frau weint wurde auf analogem Filmmaterial gedreht. Die analoge Bildästhetik ist unverwechselbar mit der von digitalen Aufnahmen. Bei der Aufführung auf der Berlinale wurde der Film nicht als 35-mm-Kopie, sondern in digitaler Form präsentiert. Gedreht wurde im Bildformat 4:3, das vom verbreiteten 16:9- beziehungsweise Breitwandformat abweicht. Dieses Seitenverhältnis führt zu einer stärkeren Fokussierung der Bildmitte und erzeugt durch die Begrenzung an den Rändern eine größere visuelle Nähe zu den dargestellten Figuren.
Christoph Petersen von Filmstarts bezeichnete Meine Frau weint als „deutsches Meisterwerk im Berlinale-Wettbewerb“. Zentrales Thema sei die Kommunikation beziehungsweise deren Scheitern. Petersen hob hervor, dass der Film neben seiner „akademischen Strenge“ auch eine Menge Humor besitze.
Dunja Bialas vom Filmmagazin artechock zeigte sich in ihrer Berlinale-Halbzeitbilanz ebenfalls begeistert und nannte den Film „konkurrenzlos“ und eine Ausnahme im Wettbewerb. Die „erdenschwere Materialität“ des grobkörnigen 16-mm-Films und die Langsamkeit der Einstellungen vermitteln eine „große, stille Tragik, die alle Figuren erfasst“.
Barbara Schweizerhof schrieb für die taz über den ungewöhnlichen Stil des Films, dessen Fokus „auf einem Reigen von ‚Sprechakten‘“ liege: „Genau das ist anders als in den bisherigen Schanelec-Filmen: Diesmal dominiert der Dialog. Zwar gibt es immer noch die meditativen Zwischenschnitte etwa auf Rote Johannisbeeren, die unter einem Wasserhahn gewaschen werden. Menschen fahren auf dem Fahrrad über Wege, die in ihrer atmosphärischen Realität fast überhöht wirken. Es gibt auch eine Tanzszene, in denen drei Figuren zu Leonard Cohens „Lover, Lover, Lover“ eine erstaunlich ausgefeilte, mitreißende Choreografie präsentieren.“
Violeta Kovacsics beschrieb Meine Frau weint für das argentinische Filmportal Otros Cines als „Werk von unbestreitbarer Schönheit“. Sie lobte insbesondere die strenge Inszenierung und präzise Bildkomposition. Dadurch werde der Schmerz der Figuren auf eine implizite, aber tiefgreifende Weise erfahrbar. Kovacsics betrachtet den Film als „ein Loblied auf das Kino und die Mise en Scène“.
Kevin Gensheimer schrieb in der Berliner Zeitung über die Darstellenden, die größtenteils keine deutschen Muttersprachler sind, sowie über die gewählte künstliche Form der in Schriftdeutsch verfassten Dialoge, deren Aussprache im „gestelzten Präteritum“ erfolgt und für die die Regisseurin Angela Schanelec bekannt ist: „Das alles ist so langatmig inszeniert, dass sich dieser mit 93 Minuten eigentlich nicht so lange Film ewig anfühlt. Das liegt an der altbackenen Erzählweise, aber auch an den unendlich langen Einstellungen, die nichts mehr erzählen, noch nicht mal die Gefühlswelt der Figuren. Da sieht man Hauptfigur Carla in unzähligen Einstellungen mit dem Fahrrad die Landstraße entlangfahren. Man fragt sich, was das alles soll, aber bis dahin sind die meisten im Kinosaal bei der Pressevorführung am Montagabend ohnehin schon eingeschlafen oder haben den Saal verlassen. Am Ende der Vorstellung jedenfalls waren die Reihen ordentlich ausgedünnt.“
Anke Leweke für radioeins: „Viele Leute sagen, dass das Anti-Kino ist. Und für andere wie für mich ist sie eine der größten Autorenfilmerinnen.“
Die Weltpremiere des Films fand am 17. Februar 2026 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin statt, wo er in der Sektion Wettbewerb gezeigt wurde.