Meinrad Gawaz

Meinrad Paul Gawaz (* 9. Juli 1961 in Illertissen) ist ein deutscher Kardiologe und Hochschullehrer an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit sind vor allem die Blutplättchen und die Hämostaseologie.

Leben und Wirken

Meinrad Gawaz studierte von 1981 bis 1987 Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der University of Cambridge und der Stanford University. Er promovierte 1987/88 an der Universität München zum Dr. med. mit einer Dissertation über Digoxin-ähnliche immunreaktive Substanz (DLIS). Serumspiegel von DLIS und von Aldosteron bei Schwangeren zum Zeitpunkt der Geburt, im Nabelschnurblut und bei Neugeborenen im Verlauf der ersten Lebenswochen. Von 1988 bis 1989 war er als wissenschaftlicher Assistent am Physiologischen Institut der Universität München tätig, gefolgt von einem Aufenthalt als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der University of Louisville und am Research Institute der Scripps Clinic in La Jolla. Bis 1993 arbeitete er als Assistenzarzt am Klinikum Großhadern in München und anschließend bis 1997 am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Er habilitierte sich dort 1997 und wurde als Facharzt für Innere Medizin zugelassen (ein Jahr später auch als Facharzt für Kardiologie und 2004 für Angiologie). Anschließend folgte eine Tätigkeit als Oberarzt am Klinikum rechts der Isar sowie am Deutschen Herzzentrum in München. Im Jahre 2001 wechselte er an die Eberhard Karls Universität Tübingen, zunächst als außerordentlicher, ab 2004 als ordentlicher Professor für Innere Medizin, vor allem Kardiologie und Angiologie. Außerdem ist er Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin III.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Außerdem zahlreiche Aufsätze in medizinischen Fachzeitschriften.

Einzelnachweise

  1. ↑ Univ.-Prof. Dr. Meinrad Paul Gawaz. In: Universitätsklinikum Tübingen (mit biografischen Daten, Veröffentlichungsliste u. a., abgerufen am 31. Oktober 2026); Gawaz, Meinrad Paul. In: Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender 2026. Bd. 1. De Gruyter, Berlin 2026, S. 981f.