Meir Neumark

Meir Neumark (geboren 1688; Todesdatum unbekannt; auch Meier ben Jehuda Loeb Neumark) war ein deutscher Übersetzer, Geograph und Kosmograph.

Leben

Bereits in Jugendjahren begann Neumark, der Sohn eines Berliner Druckers, mehrere historische, geographische, physikalische und astronomische Werke aus dem Lateinischen und Deutschen ins Hebräische zu übertragen. Wenig später studierte er in Frankfurt und Nikolsburg, wo er von dem Hoffaktoren David Oppenheim, einem wohlbekannten, bibliophilen Rabbiner, der Neumark anregte, weitere Übersetzungen zu schreiben, gefördert und finanziert wurde.

Obwohl Neumark zahllose Übertragungen editierte und für den Druck vorbereitete, überwog die Furcht, ob der konservativen jüdischen und weltlichen Autoritäten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu verbreiten. Zwei Manuskripte über Astronomie und Physik, Tokhen Hakadur und Tekhunot Havaya, befinden sich in der Bibliothek von Oppenheim.

Trivia

Obwohl Selma Stern Neumark neben Solomon Hanau als eine der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten und Gelehrten des frühneuzeitlichen Preußens beschreibt, ist er weitgehend in Vergessenheit geraten.

Werkeauswahl

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Selma Stern: Der preußische Staat und die Juden. Band 2.1. Mohr, Tübingen 1962, S. 167.
Personendaten
NAME Neumark, Meir
KURZBESCHREIBUNG deutscher Übersetzer, Geograph und Kosmograph
GEBURTSDATUM 1688
STERBEDATUM 18. Jahrhundert