Melkow, ein Dorf mit Kirche, liegt zwei Kilometer südlich von Wust und 7 Kilometer nordöstlich von Jerichow und etwa 9 Kilometer östlich der Elbe am südlichen Rand der Landschaft „Der Trüben“. Die Landesgrenze zu Brandenburg verläuft zwei Kilometer östlich.
Als im Jahre 946 das Bisthum Havelberg gegründet wurde, wird in der Urkunde ein Milcuni aufgeführt. Diese Stiftungsurkunde des Bistums Havelberg gilt als Fälschung des 12. Jahrhunderts.
Die erste Erwähnung von Melkow ist die Nennung von Milumi im Jahre 1146. Es war im Besitz des Bistums Havelberg und gehörte zum Burgward Marienburg, dem späteren Kabelitz . Weitere Nennungen sind 1150 Mileum und 1179 Melcowe. Der Erzbischof Rudolf von Magdeburg bestätigte 1254 dem Kloster Jerichow den Erwerb des Dorfes Melkow von Johannes von Jerichow.
In den erzbischöflichen Lehnbriefen des 14. Jahrhunderts heißt der Ort Melchow, Melcho und Malkow, 1563 Melkaw.
Archäologie
Im Jahre 1951 wurde über den Fund von slawischen Randscherben aus einer altslawischen Siedlung nordöstlich des Dorfes berichtet. Man datierte sie in das 8. bis 9. Jahrhundert und übergab sie an das Museum Genthin.
Die evangelische Dorfkirche Melkow ist ein kleiner einschiffiger romanischer Backsteinbau.
In Melkow steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, eine stumpfe Pyramide aus gemauerten Feldsteinen mit angebrachter allgemeiner Gedenktafel.
Bernhard Bleis: Historie des Dorfes Melkow und seiner Kirche. Hrsg.: Geschichtskreis im Evangelischen Kirchspiel Wulkow-Wust (Ev. Pfarrhaus), Großwulkow 1997
J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes:Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W.Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC1071081004, S.181–182, 58. Melkow (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
Weblinks
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