| Melun | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Île-de-France | |
| Département (Nr.) | Seine-et-Marne (77) | |
| Arrondissement | Melun | |
| Kanton | Melun (Hauptort) | |
| Gemeindeverband | Melun Val de Seine | |
| Koordinaten | 48° 32′ N, 2° 40′ O | |
| Höhe | 37–102 m | |
| Fläche | 8,04 km² | |
| Einwohner | 45.995 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 5.721 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 77000 | |
| INSEE-Code | 77288 | |
| Website | ville-melun.fr | |
Insel Saint Etienne in Melun | ||
Melun ist eine französische Stadt mit 45.995 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) in der Region Île-de-France. Sie ist Präfektur des Départements Seine-et-Marne.
Die Stadt liegt 50 km südöstlich von Paris, 16 km von Fontainebleau, 100 km von Chartres und 100 km von Orléans an der Seine, in die hier ihr Zufluss Almont in einen Nebenarm einmündet.
Die Siedlung lag zunächst auf einer Insel der Seine. Caesar erwähnt die Siedlung Melun (lat. Meluneum) in seinen Aufzeichnungen über den Gallischen Krieg. Er schreibt von einer alten bedeutenden Siedlung. Die Normannen plünderten die Stadt im Jahre 845.
Elisabeth von Melun durfte im 10. Jahrhundert nach dem Tod ihres Ehemanns Aimon von Corbeil eine neue Ehe eingehen, sofern die Elisabeth gehörenden Festungen Melun und Corbeil einem Vertrauten des Königs übergeben würden. Die Wahl fiel auf Burchard den Ehrwürdigen, Graf von Vendôme und einen der engsten Vertrauten Hugo Capets, der Elisabeths Vater Fulcrad zu seinem Vizegrafen in Vendôme ernannte. Allerdings nahm König Robert II., Hugo Capets Sohn und Nachfolger, die Stadt 999 wieder an sich, und verkaufte sie später an Graf Odo II. von Blois.
Bei Melun ereignete 1913 sich die folgenschwere Flankenfahrt eines Schnellzuges in einen Postzug, wobei mindestens 40 Menschen starben.
Melun ist durch die Bahnstrecke Paris–Marseille auch mit dem Pariser Gare de Lyon verbunden.
Einige Kilometer nördlich von Melun ist der Flugplatz Melun-Villaroche.
Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Melun
