Meriem Chabani (arabisch مريم شعباني, DMG Maryam Šaʿbānī; * 1989 in Algier) ist eine französisch-algerische Architektin, Stadtplanerin und die Gründerin von New South.
Die Familie Chabanis musste im Jahr 1992 nach Frankreich fliehen und sie wuchs in Vitry-sur-Seine auf. Sie studierte bis 2013 an der Architekturschule Paris-Malaquais. Im Jahr 2015 gründete sie New South zunächst als Kollektiv. Sie lehrte in Paris, London und an der Harvard Graduate School of Design.
New South integriert neben architektonischen und stadtplanerischen auch anthropologische Ansätze. Anlass für die Gründung waren die Ungleichheit von Macht- und Wirtschaftsbeziehungen im Globalen Süden. Chabani bindet marginalisierte Gruppen in die Planungsprozesse aktiv mit ein. Sie untersuchte Textilstandorte in Bangladesch und Frankreich und dafür auch in Chicago.
Ein im Jahr 2022 fertiggestelltes Kulturzentrum in Taungdwingyi (Myanmar) entstand gemeinsam mit den Anwohnern. Gemeinsam mit John Edom entwarf sie eine Moschee in Paris, die ohne Minarett auskommt und zugleich als Kulturzentrum dienen soll. Im Jahr 2025 baute New South eine Textilwerkstatt in Paris zur flexibel nutzbaren Maison des mondes africains um.
New South gewann im Jahr 2023 mit Karel Bruylandt ein Auswahlverfahren für Globe Aroma in Brüssel. 2014 erhielten Chabani und zwei ihrer Kollegen für Re-Made Fabric über die Textilindustrie Bangladeschs den fünften Next Generation-Preis der Holcim Awards. Sie wurde mit weiteren Preisen bei Europan (2017) und Europe 40 Under 40 (2020) bedacht.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chabani, Meriem |
| ALTERNATIVNAMEN | مريم شعباني (arabisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | französisch-algerische Architektin und Stadtplanerin |
| GEBURTSDATUM | 1989 |
| GEBURTSORT | Algier |