| Merkengersch (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Merkengersch | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Waidhofen an der Thaya (WT), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Waidhofen an der Thaya | |
| Pol. Gemeinde | Dobersberg | |
| Koordinaten | 48° 53′ 26″ N, 15° 18′ 50″ O | |
| Höhe | 466 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 155 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 3,84 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06399 | |
| Katastralgemeindenummer | 21159 | |
Ansicht aus dem Ort | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Merkengersch (früher auch Merggengersch) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Dobersberg im Bezirk Waidhofen an der Thaya im niederösterreichischen Waldviertel mit 155 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1970 war Merkengersch eine eigenständige Gemeinde.
Das Dorf befindet sich südlich von Dobersberg und unmittelbar östlich der Thaya. Die Zwettler Straße führt durch den Ort, der teils um einen Anger angelegt wurde. Bei der Thaya befindet sich eine ehemalige Mühle. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 71 Adressen.
In der prima fundatio, dem Zehentbuch des Klosters St. Georgen, liest man den Ort als Erkengers. Die gut bestifteten Landbauern und Kleinhäusler verfügten neben dem Ackerbau auch über eine bedeutende Rinder- und Schweinezucht; zusätzlich wurde in fast jedem Haus auch Baumwollwarenweberei betrieben, hielt Schweickhardt im 19. Jahrhundert über den Ort fest. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 35 Häusern genannt, das nach Dobersberg eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Dobersberg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.
1850 wurde zusammen mit den umliegenden Dörfern die Gemeinde Merkgengersch gebildet, die sich 1922 neu konstituierte und nur mehr aus den Katastralgemeinden Riegers und Merkengersch bestand.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Merkengersch eine Gastwirtin, ein Gemischtwarenhändler, ein Landesproduktehändler, eine Mühle samt Sägewerk, ein Schmied, ein Schuster, ein Schweinehändler, ein Wagner und zahlreiche Landwirte ansässig. Außerdem gab es ein Elektrizitätswerk.
Merkengersch wurde im Jahr 1971 in die Großgemeinde Dobersberg eingegliedert.