| Mesostenus | ||||||||||||
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Mesostenus thoracicus ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mesostenus | ||||||||||||
| Gravenhorst, 1829 |
Mesostenus ist eine Schlupfwespengattung aus der Tribus Cryptini innerhalb der Unterfamilie der Cryptinae. Sie wurde von Carl Gravenhorst im Jahr 1829 eingeführt. Der Gattungsname setzt sich aus den altgriechischen Begriffen μέσος (mesos) für „mittig“ und etστενός (stenos) für „eng“ oder „schmal“ zusammen. Typusart ist Mesostenus transfuga Gravenhorst, 1829.
Townes & Townes (1962) beschreiben die Gattung Mesostenus u. a. anhand folgender Merkmale: Die Vorderflügellänge liegt zwischen 2,7 und 9,3 mm. Die Schlupfwespen weisen einen schlanken Körper auf. Die Frons (Stirn) ist unbewehrt, aber oft mit einem medianen Längskiel, der als Kamm ausgeprägt sein kann. Der Clypeus ist mittelgroß, kurz, stark gewölbt, sein apikaler Rand breit abgestutzt oder schwach gewölbt, ohne Mittelspitze. Das Mesoscutum (Rückenplatte) ist stark gewölbt, mehr oder weniger poliert, mit einer kräftigen und dichten Punktierung. Die Notauli sind scharf, sie reichen über die Mitte des Mesoscutums hinaus. Die Epomia (Kiele an der Seite des Pronotums) sind mäßig stark ausgeprägt. Das Propodeum ist im Profil eher schwach gewölbt, sein basaler Kiel vollständig vorhanden. Sein apikaler Kiel ist vollständig oder medial unterbrochen, wodurch schwache, schräge, sublaterale Kämme entstehen. Die Propodealspirakel (Stigmen) sind lang und elliptisch. Townes & Townes (1962) führen mehrere Eigenschaften der Flügeladerung an, darunter folgende. Das Areolet (kleine Flügelzelle im Vorderflügel) ist sehr klein, viereckig, bei den meisten Arten an der Spitze etwas höher als an der Basis, etwa 1,6-mal so breit wie hoch. Ein Ramellus (charakteristischer Nervenast) fehlt. Das erste Abdominalsegment ist mäßig lang, eher schlank, mit einem basalen sublateralen Zahn, sein ventrolateraler Kiel ist gewöhnlich deutlich ausgeprägt, seine dorsolateralen und medianen Längskiele fehlen. Das zweite Tergit ist mehr oder weniger poliert, dessen Punktierung von mittlerer Größe, eher scharf, eher dicht bis recht spärlich. Das Tergit 7 weist keinen weißen Fleck auf. Die Ovipositorscheide ist zwischen 0,57- und 3,5-mal so lang wie der Vorderflügel, gewöhnlich etwa 0,73-mal so lang. Der Ovipositor ist mäßig schlank, etwas abgeflacht, seine Spitze eher schlank.
Die Arten der Gattung Mesostenus kommen in der Paläarktis, Nearktis, Neotropis und Orientalis vor. In Europa kommen u. a. folgende Arten vor: M. albinotatus, M. crassifemur, M. dentifer, M. funebris, M. grammicus und M. transfuga.
Die Arten der Gattung Mesostenus sind als Parasitoide von Schmetterlingskokons bekannt, insbesondere von Zünslern (Pyralidae). Die Parasitenlarve verpuppt sich am Ende ihrer Entwicklung innerhalb des Wirtskokons.
Der Gattung Mesostenus werden etwa 50 gültige beschriebene Arten (GBIF, Stand 2025) zugeordnet. Im Folgenden eine Artenliste (Auswahl):