| Mesostenus funebris | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Mesostenus funebris ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mesostenus funebris | ||||||||||||
| Gravenhorst, 1829 |
Mesostenus funebris ist eine Schlupfwespe aus der Tribus Cryptini innerhalb der Unterfamilie der Cryptinae. Die Art wurde von Carl Gravenhorst im Jahr 1829 erstbeschrieben. Der lateinische Artname funebris bedeutet „unheilvoll“ oder „todbringend“.
Die schlanken überwiegend schwarz gefärbten mittelgroßen Schlupfwespen sind gewöhnlich zwischen 9 mm und 14 mm lang.
Im Folgenden die Beschreibung der Weibchen. Die Fühler sind relativ lang. Eine weiße Fühlerbinde verläuft über die Geißelglieder 6–9. Der Thorax ist gewölbt-zylindrisch. Das erste Hinterleibssegment ist lang, sehr glatt, schmal, vorn etwas breiter als der Petiolus (Stielchenglied). Das zweite Tergit weist einen bräunlichen Vorderrand auf. Die Tergite 5–7 weisen einen weißlichen Hinterrand auf. Der Ovipositor ist lang. Die Beine sind lang und schlank. Die vorderen Femora sind an der Spitze rötlich, die vorderen Tibien außen bräunlich, die mittleren Tibien rostbraun. Die Hintertarsenglieder 3 und 4 sind weiß. Das Areolet (kleine Flügelzelle im Vorderflügel) ist wie bei allen Vertretern der Gattung Mesostenus sehr klein und weist eine charakteristische Gestalt auf. Die Lage des Stigmas an der Seite von Tergit 1 ist ein weiteres charakteristisches Merkmal der Gattung.
Die Männchen sehen den Weibchen ähnlich. Sie haben ebenfalls eine weiße Fühlerbinde. Die vorderen und mittleren Tibien sind bräunlich gefärbt. Die Tarsen der vorderen und mittleren Beine weisen ein weißes drittes Glied auf. Die Hintertarsenglieder 2–5 sind weiß.
Mesostenus funebris hat eine transpaläarktische Verbreitung. Nachweise der Art gibt es aus Mittel- und Südeuropa, aus dem Kaukasus sowie aus Südkorea.
Mesostenus funebris ist ein Parasitoid von Schmetterlingskokons. Das Hornklee-Widderchen (Zygaena lonicerae) ist als Wirtsart von Mesostenus funebris bekannt. Das Weibchen sticht den Wirtskokon mit ihrem Ovipositor an. Die Schlupfwespenlarve verpuppt sich am Ende ihrer Entwicklung im Wirtskokon.