Meta Wellmer (* 18. Dezember 1826 (nach anderen Angaben 1832) in Leonrod (Dietenhofen); † 1. August 1889 in Ebersdorf) war eine deutsche Schriftstellerin.
Sie war die Tochter der ledigen Weber- und Bürgermeisterstochter Eva Margaretha Wirth aus Leonrod, die 1830 den Brauereipächter Johann Geck in Deberndorf heiratete. Über den Vater macht das Taufbuch keine Angaben. Wahrscheinlich dürfte er jedoch der Jurist, Sachbuchautor und satirische Schriftsteller Michael Ludwig Wellmer gewesen sein, der sie adoptierte und für ihre sorgfältige Erziehung und Ausbildung sorgte. Meta Wellmer war in dem Lehrerinnenseminar von Droyßig ausgebildet worden und arbeitete als Lehrerin in Deutschland, der Schweiz, Paris, London, Madrid und Rom. Den größten Teil ihres Lebens aber wirkte sie als Erzieherin in der Herrnhuter Brüdergemeine in Ebersdorf. Sie war Autorin sowohl belletristischer Werke als auch von Arbeiten zu Fragen der Erziehung, Ernährung und Frauenrechte. So forderte sie zwischen 1872 und 1877 eine eigenständige und auch touristische Infrastruktur für alleinreisende Frauen. Eine Agitation die zumindest anfänglich auch im Ausland wohlwollende Beachtung fand. Außerdem veröffentlichte sie Geistergeschichten und Artikel zu Themen des Spiritismus und Okkultismus, einige davon erschienen in der theosophischen Zeitschrift Sphinx.
Laut Franz Brümmer war Wellmer seit 1869 Vegetarierin und trat für den Tierschutz ein. Wellmer selbst schrieb am 8. Februar 1875 an Friedrich Nietzsche, dass sie vor neun Jahren (also 1866) die vegetarische Lebensweise als einzig sittliche und humane erkannte und alsbald Vegetarierin geworden sei. Doch setzte sie sich auch kritisch mit den Motiven verschiedener Anhänger des Vegetarismus auseinander. Insbesondere bezeichnete sie den Religionsphilosophen Georg Friedrich Daumer als einen exzentrischen und fanatischen Anhänger, der Wellmer in einer öffentlichen Stellungnahme antwortete. Spätestens 1878 beteiligte sich Wellmer an der Kooperation zwischen Tierschutz- und Vegetariervereinen, was laut dem Gründervater des modernen deutschen Vegetarismus Eduard Baltzer ein unterstützenswertes Unterfangen war. Nach ihrem Tod wurde sie vom Vereinsblatt der Vegetarier mit mehreren Nachrufen bedacht und als „unermüdlich thätige Vorkämpferin“ bezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wellmer, Meta |
| ALTERNATIVNAMEN | Wirth, M. (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1826 |
| GEBURTSORT | Leonrod (Dietenhofen) |
| STERBEDATUM | 1. August 1889 |
| STERBEORT | Ebersdorf |