Methoxybenzaldehyde

Die Methoxybenzaldehyde bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, die sich sowohl vom Benzaldehyd als auch vom Anisol ableitet. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Aldehyd- (–CHO) und Methoxygruppe (–OCH3) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C8H8O2. In erster Linie kann man sie als methoxysubstituierte Benzaldehyde ansehen. Der 4-Methoxybenzaldehyd ist vor allem unter seinem Trivialnamen Anisaldehyd bekannt. In der englischsprachigen Literatur wird der Begriff Anisaldehyd (anisaldehyde) auch für die 2- und 3-Methoxybenzaldehyde verwendet.

Vertreter

Methoxybenzaldehyde
Name 2-Methoxybenzaldehyd3-Methoxybenzaldehyd4-Methoxybenzaldehyd
Andere Namen o-Methoxybenzaldehyd
 
m-Methoxybenzaldehyd
 
p-Methoxybenzaldehyd
Anisaldehyd
Strukturformel o-Methoxybenzaldehydm-Methoxybenzaldehydp-Methoxybenzaldehyd
CAS-Nummer 135-02-4591-31-1123-11-5
PubChem 86581156931244
FL-Nummer 05.12905.15805.015
Summenformel C8H8O2
Molare Masse 136,15 g·mol−1
Aggregatzustand festflüssig
Kurzbeschreibung gelbliche Flüssigkeit
mit angenehmem
Geruch
gelbliche Flüssigkeit
mit charakteristischem
Geruch
Dichte 1,127 g·cm−3 1,12 g·cm−3 1,12 g·cm−3
Schmelzpunkt 34–40 °C 3–4 °C 0–2 °C
Siedepunkt 238 °C 230–233 °C 247–249 °C
Löslichkeit Praktisch unlöslich in Wasser, löslich in Ethanol und Ether
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol
Achtung
keine GHS-Piktogramme
Gefahrensymbol
Achtung
H- und P-Sätze 315​‐​319​‐​335 keine H-Sätze 361fd​‐​412
261​‐​264​‐​271​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338 keine P-Sätze 202​‐​273​‐​280​‐​308+313​‐​405​‐​501

Vorkommen

Gewürznelken enthalten natürlicherweise 3-Methoxybenzaldehyd

2-Methoxybenzaldehyd kommt natürlich in Cinnamomum aromaticum vor. 3-Methoxybenzaldehyd findet sich in den Früchten des Gewürznelkenbaums. 4-Methoxybenzaldehyd kann in Basilikum, im Ostasiatischen Riesenysop, Fenchel, Echtem Sternanis und Anis nachgewiesen werden.

Derivate

Derivate mit einer zusätzlichen Hydroxygruppe sind das Vanillin, das Isovanillin und das ortho-Vanillin. Die von den Methoxybenzaldehyden abgeleiteten Benzylalkohole sind die Methoxybenzylalkohole, die analogen Carbonsäuren die Methoxybenzoesäuren.

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Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Eintrag zu 3-Methoxybenzaldehyd in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
  2. 1 2 3 4 5 6 Eintrag zu 4-Methoxybenzaldehyd in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
  3. 1 2 3 4 Datenblatt 2-Methoxybenzaldehyde bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 13. Februar 2026 (PDF).
  4. ↑ CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.
  5. ↑ Eintrag zu o-Anisaldehyde bei ChemBlink, abgerufen am 28. Dezember 2019.
  6. ↑ O-ANISALDEHYDE (englisch). In: Dr. Duke's Phytochemical and Ethnobotanical Database, Hrsg. U.S. Department of Agriculture, abgerufen am 25. Juli 2023.
  7. ↑ 3-METHOXYBENZALDEHYDE (englisch). In: Dr. Duke's Phytochemical and Ethnobotanical Database, Hrsg. U.S. Department of Agriculture, abgerufen am 25. Juli 2023.
  8. ↑ P-METHOXYBENZALDEHYDE (englisch). In: Dr. Duke's Phytochemical and Ethnobotanical Database, Hrsg. U.S. Department of Agriculture, abgerufen am 25. Juli 2023.
  9. 1 2 3 4 P-ANISALDEHYDE (englisch). In: Dr. Duke's Phytochemical and Ethnobotanical Database, Hrsg. U.S. Department of Agriculture, abgerufen am 25. Juli 2023.