| Mezobromelia | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Zusammengesetzter Blütenstand von Mezobromelia capituligera mit roten Hochblättern | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mezobromelia | ||||||||||||
| L.B.Sm. |
Mezobromelia ist eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Tillandsioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die seit 2021 etwa sechs Arten sind im nördlichen Südamerika, Costa Rica und auf einigen karibischen Inseln verbreitet.


Mezobromelia-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen und wachsen meist als Epiphyten. Sie erreichen meist Wuchshöhen von 2 bis 3 Metern, selten nur 0,5 Meter. Alle Arten sind Trichterbromelien; ihre Sprossachse ist gestaucht und die Laubblätter stehen dicht in Rosetten zusammen. Die Laubblätter überdecken sich in der Weise, dass ein Trichter zum Sammeln von Wasser entsteht. Die einfachen, parallelnervigen Laubblätter sind meist schwertförmig.
Es ist ein kurzer bis mittellanger Blütenstandsschaft vorhanden. Die oft leuchtend bunten Blütenstände sind bei vielen Arten lange haltbar und zusammengesetzt. Die Blüten sind sitzend oder gestielt.
Die zwittrigen Blüten sind dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Die drei Kelchblätter sind symmetrisch und fast frei oder verwachsen. Die drei Kronblätter sind bis etwa zwei Drittel ihrer Länge miteinander verwachsenen. Die Farbe der Kronblätter ist meist weiß oder gelb. An der Basis der Kronblätter sind innen zwei Schüppchen an ihrer Basis (Ligulae = Nektarschuppen) vorhanden. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden haften an den Kronblättern. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.
Es werden Kapselfrüchte gebildet. Die Samen haben einen „Fallschirm“ ähnlich wie bei der Pusteblume. Die nur an der Basis des Samens vorhandenen Flughaare sind in der Kapselfrucht gerade und ungefaltet.
Die Gattung Mezobromelia wurde 1935 durch Lyman Bradford Smith in Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences, Volume 70, Seite 151 mit nur einer Art aufgestellt. Der Gattungsname Mezobromelia ehrt den deutschen Botaniker Carl Christian Mez (1866–1944), der wohl am meisten für die Systematik der Bromeliaceae getan hat. Erst 1948 kam eine weitere Art hinzu und in den 1990er Jahren kamen durch Neukombinationen Arten hinzu, bis es etwa neun waren.
Seit 2016 gehören vier Arten in die neue Gattung Gregbrownia W.Till & Barfuss:
Die Gattung Mezobromelia gehört zur Cipuropsidinae W.Till & Barfuss der Tribus Vrieseeae W.Till & Barfuss in der Unterfamilie der Tillandsioideae innerhalb der Familie der Bromeliaceae.
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Mezobromelia reicht von Costa Rica bis Brasilien und Peru. Die meisten Mezobromelia-Arten sind im westlichen Südamerika in den Anden von Kolumbien bis Peru verbreitet. Zwei Arten kommen auch auf karibischen Inseln vor. Sie gedeihen meist in Nebelwäldern in Höhenlagen von 2000 bis 3000 Metern.
Seit 2016 gibt es nur noch etwa fünf und seit 2021 sechs Mezobromelia-Arten: