
Michael Zickerick (* 21. November 1948 in Braunschweig) ist ein deutscher Diplomat im Ruhestand.
Zickerick studierte von 1968 bis 1973 Sozialwissenschaften, Politik- und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der University of Wisconsin–Madison sowie am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien. 1973 legte er in München das Magisterexamen mit einer Arbeit zum Thema „Konzeptionen und Kritik kultureller Hilfe gegenüber Entwicklungsländern“ ab. 1979 wurde er ebenfalls in München mit einer Dissertation zum Thema „Deutsche Auswärtige Kulturpolitik: Konzeption, Rezeption und Wirkung“ promoviert. Anschließend war er bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Lagos mit Schwerpunkt der Forschung zum Thema „Sozialer Wandel in Afrika“.
Im Jahr 1980 trat Zickerick in den Auswärtigen Dienst und absolvierte zunächst den Vorbereitungsdienst. Von 1982 bis 1985 war er Kultur- und Pressereferent an der Botschaft in Tunis. Danach war er von 1985 bis 1987 stellvertretender Botschafter an der Botschaft in Kampala. Anschließend war er von 1987 bis 1990 Referent für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft in Washington. Von 1990 bis 1992 war er im Leitungsstab des Auswärtigen Amts in Bonn in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.
Von 1992 bis 1993 war Zickerick stellvertretender Botschafter an der Botschaft in Kingston. Daraufhin war er von 1993 bis 1997 stellvertretender Generalkonsul in San Francisco. Von 1997 bis 2000 war er in der Wirtschaftsabteilung des Auswärtigen Amts in Bonn und Berlin mit Zuständigkeit für das Transformationsprogramm der Bundesregierung für Osteuropa sowie den Stabilitäts- und Wachstumspakt zuständig.
Von 2000 bis 2004 war Zickerick Botschafter in der Republik Moldau und Leiter der Botschaft in Chișinău. Von 2004 bis 2007 war er Gesandter und stellvertretender Botschafter an der Botschaft in Teheran. Danach war er von 2007 bis 2011 Generalkonsul in Dschidda. Zuletzt war er von 2011 bis zu seiner Pensionierung 2014 Generaldirektor des Deutschen Instituts Taipei, der deutschen Vertretung in Taiwan. Zum Ende seiner Dienstzeit wurde er mit dem taiwanischen Orden des Brillantsterns mit violetter Schärpe ausgezeichnet.
Zickerick engagiert sich in seinem Ruhestand in der Deutsch-Taiwanischen Gesellschaft. Er war in erster Ehe mit Daisy Vreeland verheiratet, einer Enkelin der US-amerikanischen Modedesignerin Diana Vreeland. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, darunter die Musikern Caroline Vreeland. Aus zweiter Ehe hat er einen Sohn.
| Personendaten | |
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| NAME | Zickerick, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 21. November 1948 |
| GEBURTSORT | Braunschweig |