| Midi E 4100 und E 4600 SNCF BB 4100 und BB 4600 | |
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E 4162 (BB 4177) in Nîmes | |
| Nummerierung: | Midi: E 4101–4190 E 4601–4650 SNCF: BB 4101–4190 BB 4601–4650 |
| Anzahl: | E 4100: 90 E 4600: 50 |
| Hersteller: | mechanisch: CEF elektrisch: Alsthom |
| Baujahr(e): | E 4100: 1928–1932 E 4600: 1929–1931 |
| Ausmusterung: | E 4100: bis 1987 E 4600: bis 1984 |
| Achsfolge: | Bo’Bo’ |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | 12 870 mm |
| Breite: | 2964 mm |
| Drehzapfenabstand: | 6000 mm |
| Drehgestellachsstand: | 2950 mm |
| Treibraddurchmesser: | 1400 mm |
| Dienstmasse: | 77,8 t |
| Reibungsmasse: | 77,8 t |
| Radsatzfahrmasse: | 19,45 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | E 4100: 75 km/h E 4600: 90 km/h |
| Dauerleistung: | 1164 kW |
| Stromsystem: | 1500 V = |
| Stromübertragung: | Oberleitung |
| Fahrstufenschalter: | Nockenfahrschalter, Widerstandssteuerung |
| Fahrmotoren: | 4 × Alsthom M1 |
| Lokomotivbremse: | Druckluft, Nutzbremse, Hand |
| Zugbremse: | Druckluft |
| Kupplungstyp: | Schraubenkupplung |
| Steuerung: | Mehrfachtraktions-steuerung |
| Zugheizung: | elektrisch |
Die Baureihe E 4100 der französischen Eisenbahngesellschaft Compagnie des chemins de fer du Midi (Midi) umfasste neunzig elektrische Lokomotiven mit der Achsfolge Bo’Bo’ für den Güterzugdienst, die in den Jahren 1928 bis 1932 von Constructions électriques de France (CEF) und Alsthom gebaut wurden. Fünfzig nahezu identische Lokomotiven der Baureihe E 4600 mit einem geringeren Übersetzungsverhältnis und größerer Höchstgeschwindigkeit für den Reisezugdienst entstanden zwischen 1929 und 1931. Die Société nationale des chemins de fer français (SNCF) zeichnete sie in die Baureihen BB 4100 und BB 4600 um. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 71 Fahrzeuge der Baureihe BB 4100 auf die höhere Geschwindigkeit umgebaut und der Baureihe BB 4600 zugeordnet. Bis Mitte der 1980er Jahre fuhren die Lokomotiven im gemischten Dienst. Die letzte wurde 1987 nach fast sechzig Dienstjahren ausgemustert. Die BB 4177 ist als E 4162 im Eisenbahnmuseum Nîmes erhalten geblieben.
Nachdem die Compagnie des chemins de fer du Midi (Midi) mit der Baureihe E 4000 Mitte der 1920er Jahre ihre erste Generation elektrischer Lokomotiven mit der Achsfolge Bo’Bo’ für 1,5 kV Gleichspannung erhalten hatte, wurde ab 1928 mit den Baureihen E 4100 und E 4600 die zweite Generation entwickelt und gebaut. Bis 1932 lieferte Alsthom neunzig Güterzuglokomotiven der Baureihe E 4100 und fünfzig Personenzuglokomotiven der Baureihe E 4600. Bis auf das unterschiedliche Übersetzungsverhältnis der Radsatzgetriebe für die jeweilige Höchstgeschwindigkeit waren sie nahezu identisch.
Die Lokomotiven der Baureihe E 4100 bewältigten den Güterzugdienst auf den anspruchsvollen Bergstrecken der Pyrenäen, die Steigungen von 40 ‰ erreichten. Reisezugeinsätze kamen ebenfalls vor. Die Lokomotiven der Baureihe E 4600 fuhren vorrangig auf den Hauptstrecken Bordeaux–Irun, Puyoô–Dax und Toulouse–Bayonne. Eine besondere Leistung war die Beförderung des Fernreisezuges von Paris nach Toulouse.
1939 zeichnete die Société nationale des chemins de fer français (SNCF) die Lokomotiven in BB 4101 bis BB 4190 und BB 4601 bis BB 4650 um. Die neueren Baureihen BB 300 und BB 8100 verdrängten sie in den Güterverkehr. Für diesen erwies sich die Höchstgeschwindigkeit der BB 4100 als unzureichend, weshalb 71 Maschinen für die höhere Geschwindigkeit von 90 km/h umgebaut und daraufhin in die Baureihe BB 4600 eingereiht wurden. Ein wichtiges Einsatzgebiet war nun die Umgebung von Bordeaux. Die nicht umgebauten Maschinen wurden hingegen auf Nebenbahnen in den Pyrenäen eingesetzt. Die BB 4608 und BB 4637 wurden im Zweiten Weltkrieg bei Kampfhandlungen zerstört.
In den Jahren 1975 bis 1978 erfolgte ein Rückbau von 42 Lokomotiven in die Reihe BB 4100 für den Rangierdienst. Diese Fahrzeuge wurden als BB 4152 bis BB 4193 bezeichnet. Den regulären Einsatz beendeten die BB 4110 und BB 4123 im Depot Toulouse im Jahr 1987. Die BB 4119 und die BB 4123 wurden beidseitig mit einem Schneepflug ausgerüstet, entlang der Bahnstrecke Portet-Saint-Simon–Puigcerdà in verschiedenen Depots stationiert und erst 2003 ausgemustert.
Die von den Baureihen E 4000 und E 4500 abgeleiteten Boxcab-Lokomotiven besitzen zwei äußere Führerstände, einen mittleren Maschinenraum und zwei zweiachsige Drehgestelle in Nietkonstruktion. Von den Lokomotiven der ersten Generation unterscheiden sie sich besonders durch die Lüfterform, die etwas größere Länge und den Drehgestellachsstand. Einige in der Gegend um Toulouse eingesetzte Maschinen erhielten für einen besseren Bogenlauf nachträglich eine Spurkranzschmierung.
Die elektrische Ausrüstung stammt von Alsthom. Über einen Nockenfahrschalter und Anfahrwiderstände wird die Fahrmotorspannung eingestellt. Die beiden Reihenschlussmotorn in jedem Drehgestell sind in Reihe geschaltet. Eine Mehrfachtraktionssteuerung ermöglichte Mehrfachtraktionen vor 1800 t schweren Güterzügen auf den Bergstrecken der Pyrenäen. Außerdem waren die Lokomotiven mit einer Nutzbremse ausgerüstet.