| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Milrinon | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C12H9N3O | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer bis gelblicher Feststoff | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 211,22 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
>300 °C | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Milrinon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Pyridone. Es ist ein Derivat des Amrinons und wirkt wie dieses als Phosphodiesterase-III-Hemmstoff. Es wird zur Kurzzeitbehandlung der schweren Herzinsuffizienz eingesetzt.
Milrinon kann durch Kondensation von Cyanacetamid mit 4-(Dimethylamino)-3-(4-pyridinyl)-3-buten-2-on und 4-Ethoxy-3-(4-pyridinyl)-3-buten-2-on in Gegenwart einer Base oder durch die Reaktion von 1-(4-Pyridinyl)-2-propanon mit Ethoxymethylenmalononitril oder von 4-Alkoxy-3-(4-pyridinyl)-3-buten-2-on mit Malononitril ohne Einsatz einer externen Base. Die Ausgangsverbindung für diese Synthesen ist 4-Picolin. Eine alternative Synthese von Milrinon beginnt mit 2-Methyl-3-(4-pyridylidien)-1,1,5-tricyano-1,4-pentadien-5-carboxamid und 2-Methyl-6-oxo-1,6-dihydro-3,4-bipyridin-5-carboxamid.
Milrinon ist ein weißer bis gelblicher, kristalliner Feststoff.
Milrinon ist ein intensivmedizinisches Medikament zur Kurzzeitbehandlung von schwerer, therapieresistenter Herzinsuffizienz. Es gehört zur Wirkstoffklasse der Phosphodiesterase-III-Hemmer (PDE-3-Hemmer). Es wirkt positiv-inotrop und vasodilatierend. Die hämodynamischen Wirkungen entsprechen im Wesentlichen denen von Amrinon, wobei Milrinon 12- bis 15-mal stärker inotrop wirksam ist. Es steigert die Kontraktionskraft des Herzens (Myokardkontraktilität) und senkt den peripheren und pulmonalen Gefäßwiderstand. Durch die Behandlung steigen das Herzzeitvolumen und das Schlagvolumen und der arterielle Blutdruck fällt ab.
Bei oraler Langzeitanwendung von Milrinon wurde bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz eine erhöhte Mortalität gefunden. Hingegen liegen für die kurzzeitige intravenöse Anwendung bei Herzinsuffizienz oder Ventrikelfunktionsstörungen nach kardiopulmonalem Bypass eine Vielzahl günstiger Untersuchungsergebnisse vor.
In Deutschland wurde Milrinon 1993 erstmals zugelassen (Originalpräparat: Corotrop).
Milrinon kann zu zahlreichen Nebenwirkungen führen, darunter (ventrikuläre) Arrhythmien, supraventrikuläre und ventrikuläre Tachykardien bis zum Kammerflimmern, Blutdruckabfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Geschmacksstörungen, Kopfschmerzen, Fieber, Myalgien, Milzschwellungen, Leberfunktionsstörungen oder Thrombozytopenie.