Mirko Messner

Mirko Messner, 2017

Mirko Messner; eigentlich: Štefan Miroslav Messner; (* 16. Dezember 1948 in Slovenj Gradec, Slowenien) ist ein österreichischer Slawist, Sachbuchautor und ehemaliger kommunistischer Parteifunktionär. Der Kärntner Slowene war von März 2006 bis Juni 2021 Bundessprecher der KPÖ.

Leben und Wirken

Messner entstammt einer politisch aktiven Familie. Sein Vater Janko Messner war nach Kriegsende Mitglied der slowenischen Befreiungsfront in Kärnten, seine aus Nordmazedonien stammende Mutter war im Zweiten Weltkrieg jugoslawische Partisanin.

Nach der Matura studierte er Slawistik und Germanistik an der Universität Wien, an der er 1977 auch promovierte. Messner führte zeitweilig ein EDV-Unternehmen.

Als Jugendlicher engagierte er sich im Verband Sozialistischer Mittelschüler Kärntens. Nach dessen Auflösung schloss sich Messner während des Studiums dem Kommunistischen StudentInnenverband an und engagierte sich im Klub slowenischer Studenten und Studentinnen. In dieser Zeit rief er die slowenische Studentenzeitung Kladivo – dvojeznični koroški mesečnik (Zeitschrift für Kärntner Verhältnisse) ins Leben (erschien bis 1989). 1973 trat er in die KPÖ ein. Als er seine Auffassung von Nationalitätenpolitik in der Frage der slowenischen Minderheit in der Partei nicht durchsetzen konnte, legte Messner 1987 alle Parteiämter (unter anderem war er Mitglied des ZK) nieder und kündigte seinen Job als Parteiangestellter. Nach dem Grazer Erneuerungsparteitag der KPÖ war er zunächst bei der Neukonstituierung der KPÖ in Klagenfurt aktiv und wurde schließlich in den Bundesvorstand der Partei und zu deren Minderheitensprecher gewählt. Im März 2006 folgte schließlich die Wahl zum Bundessprecher. Dieses Amt übte er gemeinsam mit Melina Klaus aus. Messner war bei allen vier österreichischen Nationalratswahlen seit 2006 Spitzenkandidat seiner Partei. 2009 bis 2016 war er zudem Chefredakteur und Herausgeber der als monatliches Magazin erscheinenden Volksstimme. Von 2012 bis Juni 2021 war er alleiniger Bundessprecher der KPÖ.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Stefan Miroslav Messner: Der Wechsel in der Darstellung und Deutung der Agrar- und Bauernfrage im Werk Lovro Kuhars-Prežihov Voranc’. Dissertation, Universität Wien. Wien 1977, OBV.
  2. ↑ Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige (KPÖ). Bundeswahlvorschlag KPÖ (Listenplatz 212, ganz unten). In: Nationalratswahl 2019, Website des Bundesministeriums für Inneres, abgerufen am 2. April 2021.
  3. 1 2 Mirko Messner nach 15 Jahren nicht mehr KPÖ-Chef. In: DerStandard.at. 21. Juni 2021, abgerufen am 21. Juni 2021.
  4. ↑ Društvo prijateljev kladiva (Verein der Freunde des Kladivo) (Hrsg.): Kladivo – dvojeznični koroški mesečnik (Zeitschrift für Kärntner Verhältnisse). Slovenska Kulturno-Politična Organizacija, Wien 1970–89, OBV.
  5. ↑ Nationalratswahlen: Alle Spitzenkandidaten im Portrait. In: OÖN Nachrichten/APA. 31. August 2017, abgerufen am 2. April 2021.
Personendaten
NAME Messner, Mirko
ALTERNATIVNAMEN Messner, Štefan Miroslav
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Slawist, Sachbuchautor und Politiker (KPÖ)
GEBURTSDATUM 16. Dezember 1948
GEBURTSORT Slovenj Gradec