Mithril

Mithril [ˈmɪθrɪl] ist ein fiktives Metall aus J. R. R. Tolkiens Romanuniversum. Es wird als silbernes Metall beschrieben, das robuster als gehärteter Stahl und leichter als Seide ist. Die Verwendung von Mithril ist mit der Zeit über die Grenzen von Tolkiens Werken hinausgewachsen. Es wird vor allem in Fantasyromanen und -rollenspielen verwendet.

Die Bezeichnung wird aber auch in Forschung und Technik als Symbol für Stärke und Sicherheit in Verbindung mit guter Nutzbarkeit verwendet. So führen verschiedene Forschungsprojekte und Unternehmen, vor allem im Umfeld der Informatik, Mithril als Teil ihres Namens.

Verwendung in Tolkiens Werken

Mithril wird in Tolkiens Werk erstmals in Der Hobbit erwähnt, wo es noch als „Moria-Silber“ bezeichnet wird – die Einzelheiten über die Eigenschaften werden aber erst viel später im Verlauf der Geschichten entwickelt. In Der Herr der Ringe schreibt Tolkien, dass Mithril nur in Khazad-dûm, den Minen von Moria, von den Zwergen abgebaut wurde. In den Nachrichten aus Mittelerde heißt es hingegen, dass Mithril auch auf Númenor gefunden wurde. In der frühen Geschichte des tolkienschen Universums war der Wert von Mithril mit etwa dem zehnfachen von Gold bemessen, später steigerte sich sein Wert (so die Geschichte) aber ins Unermessliche, da der Abbau des Erzes in Moria nicht mehr möglich war. So wird etwa der Wert von Frodos Kettenpanzer mit dem des gesamten Auenlandes verglichen. Neben Rüstungen und Schmuckstücken wurde aus Mithril von den Noldor Ithildin gefertigt, ein Material, mit dem wiederum die Mondbuchstaben geschrieben wurden, die nur bei Sternen- oder Mondlicht von Eingeweihten sichtbar gemacht werden konnten.

In der Verfilmung des Romans wird Mithril nur in Bezug auf das Hemd, das Frodo von Bilbo erhalten hat, erwähnt. Frodo trägt es, als er in den Minen von Moria von einem Höhlentroll attackiert wird; nur wegen des Hemdes überlebt er den Angriff.

Das Wort Mithril setzt sich laut Tolkien aus zwei Wörtern der Elbensprache Sindarin zusammen: mith für „grau“ und ril für „schimmern“. Auf Quenya, der zweiten großen Elbensprache, heißt das Metall Mistarille „Grauschimmer“; die Zwerge hatten einen eigenen, aber unbekannten Namen für Mithril, möglicherweise zigil „weißgraues Silber“ oder kibil „Silbermetall“. Von Menschen in Tolkiens Welt wird es „Wahrsilber“ oder „grauer Schimmer“ genannt.

Adaption in fiktionalen Werken

In vielen Fantasyspielwelten hat Mithril dem Material Adamantium bereits den Rang abgelaufen. Dessen Wurzeln reichen bis in die griechische Antike zurück und es wurde von Tolkien im Herr der Ringe als Adamant verwendet. Die Bedeutung von Mithril ist heute bereits weit über die Grenzen von Tolkiens Werk hinausgewachsen. Die größte Verbreitung hat Mithril in diversen Rollenspielen für Computer und Spielkonsolen erfahren, es wird aber auch in Pen-&-Paper-Rollenspielen verwendet.

Computer- und Konsolenspiele
Rollenspiele

Adaption in der Alltagskultur

Auch außerhalb von Fantasywelten ist Mithril in den Sprachgebrauch der Alltagskultur eingedrungen, hat jedoch nichts mehr mit dem Metall zu tun.

Literatur & Musik
Forschungsprojekte
Unternehmen

Einzelnachweise

  1. ↑ Ralph Witt, Dave Platt: Map of Colossal Cave. rickadams.org, abgerufen am 8. September 2009 (englisch, ca. 1979).
  2. ↑ MIThril. MIT Media Lab, abgerufen am 9. September 2009 (englisch).
  3. ↑ Mithril: Applying Adapability for Survivability. NCSA Security Research, abgerufen am 10. September 2009 (englisch).
  4. ↑ Mithril Racing – Goodwod Motor Circuit. Mithril Racing, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 10. September 2009 (englisch).
  5. ↑ Mithril Technology, Inc. 2008, abgerufen am 10. September 2009 (englisch).
  6. ↑ Mithril Wireless Systems. 2006, archiviert vom Original am 18. September 2009; abgerufen am 10. September 2009 (englisch).