| Ultima Online | |||
| Entwickler | Origin Systems | ||
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| Publisher | Electronic Arts | ||
| Veröffentlichung | 30. September 1997 | ||
| Plattform | Windows | ||
| Genre | MMORPG | ||
| Spielmodus | Mehrspieler | ||
| Steuerung | Tastatur, Maus | ||
| Sprache | Deutsch, Englisch | ||
| Altersfreigabe |
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| PEGI-Inhaltsbewertung | Gewalt | ||
Ultima Online ist ein MMORPG (Massively Multiplayer Online Role Playing Game), in dem Spieler in einer imaginären Welt mit anderen Spielern oder mit computergesteuerten Figuren interagieren können.

Innerhalb der Spielwelt können tausende andere Spieler ebenfalls Charaktere verschiedenster Ausprägung (vom Bettler bis zum Drachenbändiger) verkörpern und auf komplexe Art und Weise untereinander interagieren. Um dies für eine große Anzahl von Spielern gleichzeitig möglich zu machen, wurden weltweit nach und nach zahlreiche offizielle Spielserver in Betrieb genommen.
Manche Charaktere mit entsprechenden Fähigkeiten stellen Gegenstände her, die von anderen Charakteren oder Nichtspieler-Charakteren (NSCs) für Gold gekauft werden können. So entstand eine Art Kreislauf-Wirtschaftssystem. Gold kann ebenfalls in sogenannten Dungeons verdient werden, die den Abenteuer-Aspekt des Spieles ausmachen. Die Charaktere können dort vor allem Monster bekämpfen. Es gibt jedoch auch zahlreiche Möglichkeiten, Kämpfe mit anderen Charakteren auszutragen, das sogenannte Player versus Player (PvP). Was Ultima Online vor allen anderen online Rollenspielen auszeichnet, ist ein moralisches Element, die Einarbeitung eines Systems von Tugenden (virtues), welche auch im Spielverlauf eine Rolle spielen: Spiritualität, Tapferkeit, Aufopferung, Mitleid, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Ehre und Demut.
Ein weiteres wichtiges Element des Spiels ist das Learning-by-Doing-Prinzip. Bis zu 700 Fähigkeitspunkte werden so auf die Fähigkeiten verteilt. Wer z. B. viele Tiere zähmt, lernt Taming (Zähmen) dazu. Anders als in den meisten anderen Rollenspielen werden zudem Fähigkeiten wie z. B. Zauber nicht von einem Level auf den anderen plötzlich zu 100 % erlernt und funktionieren immer, sondern mit steigendem Magery-Skill (Zauber-Fähigkeit) steigt auch die Wahrscheinlichkeit, Zauber erfolgreich zu sprechen. Zudem besteht die Möglichkeit, jede Fähigkeit beliebig zu erlernen und zu verlernen. Außerdem gibt es viele verschiedene Fähigkeiten, sodass der Charakter immer in Bearbeitung ist und nie, wie es in anderen Spielen häufig der Fall ist, 'fertig' (z. B. auf dem höchsten Level) ist.
Zur längerfristigen Spielteilnahme nach einer Probespielzeit muss die weitere Spielzeit (von einem Monat bis zu einem Jahr) im Voraus gekauft werden. Die Bezahlung kann mittels gängiger Kredit- oder Debitkarten, Game Time Codes, PayPal oder Money-Order sowie verschiedenen alternativen Abonnementformen erfolgen.
Neben den weltweit über 20 offiziellen Servern in verschiedenen geographischen Regionen gibt es noch eine Reihe Freeshards, auf denen meist nicht geringe Änderungen der Konfigurationen durchgeführt wurden. Der erste deutsche eröffnete 1998 und ist noch heute online. Auf einigen Freeshards wurden neue Monster eingeführt, auf anderen sind Änderungen in den Fähigkeiten gemacht worden, wieder andere widmen sich besonders stark dem klassischen Rollenspiel oder wenden sich besonders an Player vs. Player (PvP)-interessierte Spieler. Diese Freeshards wurden erst mit dem Erscheinen so genannter Server-Emulatoren möglich, die die offizielle Serversoftware nachahmen und ein Verwenden des Ultima-Online Clients – ohne Zugang zu den offiziellen und kostenpflichtigen OSI (Origin Systems Incorporated) Servern – ermöglichen.
Für Ultima Online gibt es eine Reihe freier Clients, die zusätzliche Möglichkeiten in Grafik oder Bedienung bieten. Des Weiteren ermöglichen diese Clients das Spielen auf den sogenannten Freeshards.
Die Entwicklung von Iris1 wurde bereits im Jahr 2006 eingestellt.
Für Ultima Online gab es von Beginn an „freie Server“ (sogenannte Freeshards), die unabhängig vom Publisher laufen und kostenlos sind. Jedoch ist das Spielen auf diesen Servern ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von UO. Bis heute jedoch ist noch kein Fall bekannt geworden, wo seitens Electronic Arts gegen einen solchen Freeshard rechtlich vorgegangen wurde.
Der legale Status ist ungeklärt. Jemand, der Ultima Online nie auf einem kostenpflichtigen Server gespielt hat, musste auch niemals Nutzungsbedingungen akzeptieren. In Europa gilt der DMCA, der Grund für Schließungen von Servern in anderen Ländern war, nicht.
Angefangen hat die Freeshard-Ära mit dem, heute Sphereserver genannten, Emulator, welcher zuvor die Namen Grayworld gefolgt von TUS (The Ultimate Server) trug. Dieser galt für lange Zeit als populärster Emulator. Die meist benutzte Version war Sphere 55i.
Heutzutage gibt es eine Vielzahl an weiteren, teils quelloffenen, Emulatoren. Darunter RunUO (Windows/Microsoft .NET; C#; Open Source), SunUO (Linux/Mono .NET; C#; Open Source), Wolfpack (Windows, Linux, FreeBSD; C++; Open Source) und POL – Penultima Online (Windows, Linux, FreeBSD; Closed Source).
Freeshards werden grob in zwei Sparten einsortiert.
Bei nahezu allen Servern existiert außerdem die Möglichkeit des PvP (Player vs. Player).
Zu Ultima Online gibt es eine Vielzahl von Tools. Diese sind teilweise von OSI (Origin Systems Inc., Hersteller) zugelassen. Einige Tools jedoch erfreuen sich hoher Beliebtheit, ohne offiziell zugelassen zu sein. Von den folgenden sechs populären Assistenten sind nur UO Assist und UO Auto-Map auf den Servern von Origin Systems Interactive zugelassen.
Ultima Online wird vielfach als erstes grafisches MMORPG bezeichnet. Diese Bezeichnung steht de facto dem knapp ein Jahr früher erschienenen Meridian 59 zu, Ultima Online erreichte jedoch eine deutlich größere mediale Wahrnehmung.
Die Spielwelt wurde in vielen Bereichen an die virtuellen Welten der schon seit 1980 laufenden von Richard Garriott erschaffenen Singleplayer-Reihe Ultima angelehnt. Die Spielwelt existiert in ihren Grundzügen bereits seit 1997 und wurde nach und nach mittels Spielerweiterungen um neue Landmassen, Charakterklassen u. ä. stark erweitert und ergänzt.
Es gab bisher zwei Versuche, Nachfolger zu etablieren.
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Ultima Online erhielt schlechte bis mittelmäßige Bewertungen. Die Rezensionsdatenbank Metacritic aggregiert sechs Rezensionen zu einem Mittelwert von 59.
Das deutsche Magazin PC Player lobte, die Komplexität des Spiels begeistere ebenso wie die schiere Größe der Spielwelt. Das Spiel verlange vom Spieler ausgedehnte Spielzeiten, um Fortschritte zu machen. Die PC Action wertete, die Welt sei detailliert dargestellt. Das Spiel böte zahlreiche Funktionen. Es sei das bekannteste Online-Rollenspiel. Verbindungsprobleme und Programmfehler können jedoch den Spielspaß trüben.
Retrospektiv analysierte Heise online 2023, Ultima Online habe die Branche verändert. Der Entwickler hatte anfangs stark mit Exploits, Player Killern und Goldfarming zu kämpfen, aber stabilisierte sich zunehmend mit intelligenten Gegenmaßnahmen. Zahlreiche persönliche Bekanntschaften seien innerhalb des Spiels entstanden. Für das deutsche Printmagazin Retro Gamer legte Redakteurin Nina Schild 2026 dar, dass Ultima Online schon 1997 im Vergleich zu zeitgenössischen 3D-Spielen „altbacken“ ausgesehen habe. 2026 wirke auch die Steuerung altmodisch, sei aber funktional. Die Spielerzahl habe deutlich abgenommen. Das Spiel wirke nach fast 30 Jahren, „sperrig, langsam und alt“, fühle sich aber auch weiterhin „lebendig“ an und sei „voller Seele“.