Mittelbergeramt

Mittelbergeramt (Streusiedlung)
Ortschaft
Katastralgemeinde Mittelbergeramt
Mittelbergeramt (Österreich)
Mittelbergeramt (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems (KR), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Gföhl
Koordinaten 48° 31′ 1″ N, 15° 34′ 1″ OKoordinaten: 48° 31′ 1″ N, 15° 34′ 1″ Of1
Höhe 550 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 50 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 6,89 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04212
Katastralgemeindenummer 12032
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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50

BW

Mittelbergeramt ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Gföhl im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 50 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1967 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.

Geografie

Die zwischen Gföhl und Mittelberg liegende Streusiedlung befindet sich nördlich der Landesstraße L7029 und besteht aus mehreren Ortsteilen, namentlich den Lagen Loidl, Rieder, Steiner und Strohofer, die alle über unbedeutende Zubringer in den Loisbach entwässern. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 26 Adressen.

Geschichte

Der Gföhlerwald war bis 1570 vollständig unbewohnt und wurde danach mit Mühlen und Köhlerhütten besiedelt. Im Jahre 1585 wurde der Gföhlerwald in 14 Gebiete, sogenannte Waldämter, unterteilt und jedes als Wohnort eines Forstmannes ausgewiesen. Das Mittelbergeramt war eines dieser Waldämter.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Amt mit 21 zerstreuten Häusern genannt, das teilweise nach Gföhl und teilweise nach Mittelberg eingepfarrt war; auch die Kinder waren in beiden Orten eingeschult. Die Herrschaft Gföhl besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.

Laut Adressbuch von Österreich war im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Mittelbergeramt ein Landwirt mit Ab-Hof-Verkauf ansässig. Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1968 die damaligen Ortsgemeinden Gföhl, Gföhleramt, Großmotten, Litsch- und Wurfenthalgraben, Mittelbergeramt, Moritzreith, Rastbach, Reittern und Seeb.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 21. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 36f (Mittelbergeramt in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 358