In der Mathematik ist ein Modulhomomorphismus eine Abbildung zwischen zwei Moduln und über einem Ring , welche mit der Modulstruktur verträglich ist. Sie übersetzt beispielsweise die Addition von in die Addition von . Eine Addition kann man zweifach übersetzen.
Bei einem Homomorphismus ergibt sich stets dasselbe. Ersetzt man in der Definition der linearen Abbildung zwischen Vektorräumen den Körper durch einen Ring, erhält man einen Modulhomomorphismus. Der Ring braucht nicht kommutativ zu sein.
Es seien zwei Rechtsmoduln über einem Ring gegeben. Eine Abbildung heißt Homomorphismus von nach , wenn für alle und alle gilt:
Entsprechend erklärt man den Begriff des Homomorphismus zwischen Linksmoduln: Eine Abbildung zwischen zwei Linksmoduln und über dem Ring heißt Homomorphismus von nach , wenn für alle und alle gilt:
Die Menge der Homomorphismen von nach wird mit bezeichnet.
Ein Homomorphismus von einem Modul in sich selbst heißt Endomorphismus von .
Sind und zwei --Bimoduln über Ringen und , so heißt eine Abbildung ein Homomorphismus von S-R-Bimoduln, wenn für alle gilt:
Für einen Homomorphismus zwischen Moduln sind folgende Aussagen äquivalent.
Erfüllt ein Homomorphismus eine und damit alle äquivalenten Eigenschaften des Satzes, so heißt Monomorphismus zwischen den Moduln. Die dritte Aussage des Satzes besagt, dass im Sinne der Kategorientheorie ein Monomorphismus ist.
Für einen Modulhomomorphismus sind folgende Aussagen äquivalent:
Ein Homomorphismus, der eine und damit alle diese Eigenschaften erfüllt, heißt Epimorphismus. Die dritte Eigenschaft des Satzes besagt, dass der Homomorphismus im Sinne der Kategorientheorie ein Epimorphismus ist.
Ein Homomorphismus heißt Isomorphismus, wenn es einen Homomorphismus gibt, so dass und ist. Dies ist genau dann der Fall, wenn ein Monomorphismus und ein Epimorphismus ist. Dabei ist die Identität auf dem Modul und analog die Identität auf dem Modul . Zwei Moduln heißen isomorph, in Zeichen , wenn es einen Isomorphismus gibt.
Ist ein Homomorphismus, so gibt es einen eindeutig bestimmten Homomorphismus , so dass gilt. Dabei ist mit der kanonische Epimorphismus. ist stets ein Monomorphismus. Ist ein Epimorphismus, so ist ein Isomorphismus.
Der Homomorphiesatz besagt also, dass das folgende Diagramm kommutiert.
Seien Untermoduln von Dann gilt: . Der Isomorphismus ist
Folgerung: Seien und Untermoduln von mit , so ist .
Es seien Untermoduln von . Dann gilt:
Sind Moduln, so ist die Menge der Homomorphismen .
Ist ein Modul, so ordnet man jedem Modul die abelsche Gruppe zu. Jedem Homomorphismus wird der Homomorphismus zugeordnet. Es gilt dann für alle : . Außerdem werden die Identitäten auf die entsprechenden Identitäten abgebildet. ist ein kovarianter Funktor von der Kategorie der Moduln über dem Ring in die Kategorie der abelschen Gruppen. Ist wie oben ein Bimodul, so ist ein Funktor von der Kategorie der Moduln über in die Kategorie der Moduln über .
Für einen Komplex , das heißt, es gilt , sind die folgenden Aussagen äquivalent:
Auch wenn surjektiv ist, so ist das für im Allgemeinen nicht der Fall, das heißt, der Hom-Funktor ist im Allgemeinen nicht exakt. Die Abweichung von der Exaktheit wird durch den Ext-Funktor gemessen.