| Mokajny | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Rychliki | |
| Geographische Lage: | 53° 57′ N, 19° 23′ O | |
| Einwohner: | 28 (2021) | |
| Postleitzahl: | 14-411 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 527: Dzierzgoń → Abzw. Mokajny ← Protowo–Rychliki–Pasłęk–Morąg –Olsztyn | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Mokajny (1950 bis 2005: Mokajmy, deutsch Storchnest) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.
Mokajny liegt 650 Meter östlich des Flüsschens Dzierzgoń (Sorge, langjähriger Grenzfluss zwischen Ost- und Westpreußen) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 22 Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 23 Kilometer südlich der Kreismetropole Elbląg.
Das kleine seinerzeit Mokaym genannte Dorf bestand aus einem Gut mit einem großen Hof. Im Jahre 1350 wurde es genannt, als der Kontur von Christburg Werner von Rumdorff dem Steffen und seinen Vettern sowie dem Claus mit seinen Brüdern Wiesenland auf dem Felde von Mokaym verlieh. 1437 fand sich der Ortsname im Zinsbuch des Deutschen Ordens. Die Verschreibung des Ortes „zu kulmischem Recht“ geschah 1663 durch den Oberrat und Landhofmeister Johann Ernst von Wallenrodt.
Im Jahre 1785 wurde Storchnest ein „adlig Gut und Dorf“ mit neun Feuerstellen, im Jahre 1820 ein „adlig Vorwerk“ mit sieben Feuerstellen bei 75 Einwohnern erwähnt – unter dem damaligen Besitzer Graf zu Dohna.
Als 1874 der Amtsbezirk Jankendorf im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, wurde der Gutsbezirk Storchnest eingegliedert.
Die Zahl der Einwohner von Storchnest belief sich im Jahre 1885 auf 115, im Jahre 1910 auf 116.
Bis zum 30. September 1928 war Storchnest ein eigenständiges Dorf, als es dann in die Landgemeinde Jankendorf eingemeindet wurde, die 1937 zum Amtsbezirk Königsblumenau einbezogen wurde.
Aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen erhielt Storchnest die polnische Namensform „Mokajny“, die in den Jahren 1950 bis 2005 in „Mokajmy“ verändert, danach aber wieder rückgeführt wurde. Mokajny gehört heute zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Mokajny 28 Einwohner.
Moorbrücke:
Um 1895 entdeckte man in der Umgebung von Baumgarth die Reste zweier Moorbrücken. Eine von ihnen – 640 Meter lang – führte vom Abbau Christburg nach Storchnest.
Bis 1945 war Storchnest in den Sprengel Heiligenwalde der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Pfarrei in Christburg im Dekanat Stuhm im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.
Der Bezug zur Stadt Dzierzgoń besteht katholischerseits noch heute, wobei die dortige Pfarrei jetzt zum Dekanat Dzierzgoń im Bistum Elbląg gehört. Evangelischerseits gehört Mokajny zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelische-Augsburgischen Kirche in Polen.
Storchnest liegt nördlich der Woiwodschaftsstraße 527, die von Dzierzgoń über Pasłęk und Morąg bis nach Olsztyn. Das Dorf ist über einen Abzweig östlich von Dzierzgoń zu erreichen.
Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Von 1893 bis 1999 war Christburg resp. Dzierzgoń die nächste Bahnstation. Sie lag am Abschnitt Marienburg (Westpr.)–Maldeuten der Bahnstrecke von Marienburg/Malbork nach Allenstein/Olsztyn.