| Mollie B.V. | |
|---|---|
| Rechtsform | B.V. |
| Gründung | 2004 |
| Sitz | Amsterdam, |
| Leitung | Koen Köppen (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | ~850 (2025) |
| Umsatz | 214 Mio. € (2024) |
| Branche | Zahlungsdienstleister |
| Website | mollie.com |
Mollie B.V. ist ein niederländischer Zahlungsdienstleister (englisch: Payment Service Provider, PSP) mit Sitz in Amsterdam. Das Fintech-Unternehmen bietet Lösungen für den Online-Zahlungsverkehr und das Akzeptieren von Zahlungen am Point of Sale (POS) für Unternehmen in Europa an. Mollie ist als E-Geld-Institut bei der De Nederlandsche Bank (DNB) lizenziert (Beziehungsnummer F0038) und betreibt im Vereinigten Königreich über die Tochtergesellschaft Mollie UK Ltd. ein von der Financial Conduct Authority (FCA) reguliertes Zahlungsinstitut (FRN 977968).
Das Unternehmen wurde 2004 von Adriaan Mol gegründet. Im Rahmen der internationalen Expansion übernahm der frühere Worldpay-Manager Shane Happach am 1. April 2021 die Position des CEO.
Am 25. Januar 2023 wurde Koen Köppen, zuvor CTO bei Mollie und davor mehrjähriger CTO von Klarna, zum neuen CEO ernannt. Sein Amtseintritt war zunächst abhängig von der Zustimmung der De Nederlandsche Bank (DNB) und des Betriebsrats. Er löste damit Shane Happach ab, der das Unternehmen verließ, um eine Führungsposition in Asien anzutreten.
Für das Geschäftsjahr 2024 meldete Mollie Umsatzerlöse von 214 Mio. € (+28 % gegenüber dem Vorjahr) und einen Rohertrag von 115 Mio. € (+30 %).
Im Dezember 2025 vereinbarte Mollie die Übernahme des britischen Zahlungsdienstleisters GoCardless.
Mollie ist als E-Geld-Institut im DNB-Register gelistet und besitzt grenzüberschreitende Erlaubnisse gemäß PSD2. In Großbritannien agiert Mollie UK Ltd. als Payment Institution mit FCA-Lizenz (FRN 977968). Kundengelder werden über Treuhand- bzw. Safeguarding-Strukturen getrennt vom Firmenvermögen gehalten.
Das Unternehmen bietet eine Checkout-Plattform mit APIs, Plugins und vorgefertigten Integrationen. Diese ermöglichen die Anbindung an gängige E-Commerce-Systeme wie Shopify, WooCommerce, Magento, Shopware und Wix. Unterstützte Bezahlarten sind u. a. Visa, Mastercard, American Express, iDEAL, Bancontact, SEPA-Lastschrift und -Überweisung, Apple Pay, PayPal, Klarna, Giropay, EPS, Belfius/KBC Payment Button, Przelewy24 und Billie. Ergänzende Angebote umfassen Recurring Payments, Payment Links, Acceptance & Risk, Invoicing, Capital und Connect für Plattformen.
Seit Mai 2023 bietet Mollie auch Lösungen für den Point of Sale (POS) an, mit denen Unternehmen Kartenzahlungen vor Ort akzeptieren können. Das Angebot startete mit einem physischen Kartenterminal („Mollie Terminal“) und wurde später um softwarebasierte Lösungen wie „Tap to Pay“ und 2025 mit „Tap“ und flexiblen Gebührenmodellen erweitert. Ziel ist es, Online- und Offline-Zahlungen in einem einheitlichen System zu verwalten (Omnichannel-Payment-Lösung).
Mollie positioniert sich als europäischer Zahlungsdienstleister mit starker Lokalisierung. Zu den strategischen Alleinstellungsmerkmalen zählen eine entwicklerfreundliche API, die einfache Implementierung von lokal relevanten Zahlungsarten, sowie eine Vielzahl direkter Out-of-the-box-Integrationen in gängige E-Commerce-Plattformen.
Mollie zählt zu den am schnellsten wachsenden Zahlungsdienstleistern in Europa und bediente 2024 nach eigenen Angaben über 250.000 Händler auf dem Kontinent. Ursprünglich in den Benelux-Staaten stark vertreten, expandierte das Unternehmen in zahlreiche weitere europäische Märkte, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. 2025 wurde Mollie in Polen, Portugal sowie in den nordischen Ländern Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen gestartet.
Hauptsitz ist Amsterdam; Mollie arbeitet europaweit mit Teams u. a. in München, London, Mailand, Lissabon und betreibt länderspezifische Präsenzen in der EU und im Vereinigten Königreich.