Monika Ankele

Monika Ankele (* 5. November 1978 in Wolfsberg) ist eine österreichische Medizinhistorikerin und Co-Gründerin des Institute for Medical & Health Humanities and Artistic Research in Ottersberg. Seit März 2024 ist sie Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité und Professorin für Medizingeschichte und medizinische Museologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Werdegang

Von 1997 bis 1999 studierte Monika Ankele Geschichtswissenschaften und Kulturmanagement an der Karl-Franzens-Universität Graz. Ab 1999 setzte sie ihr Studium der Geschichte und einer Fächerkombination aus Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Medienwissenschaften sowie Publizistik an der Universität Wien fort und schloss dieses 2004 ab. 2008 promovierte sie am dortigen Institut für Geschichte zum Thema „Alltag und Aneignung. Frauen in Psychiatrien um 1900. Selbstzeugnisse aus der Sammlung Prinzhorn.“ Von 2001 bis 2012 war sie Museumspädagogin am Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien und von 2009 bis 2012 Dozentin für Cultural Studies und Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Wien. Anschließend war sie bis 2020 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Heinz-Peter Schmiedebach am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig, wo sie von 2018 bis 2020 auch lehrte und als Kuratorin am Medizinhistorischen Museum Hamburg arbeitete. Danach war sie Universitätsassistentin an der Organisationseinheit Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin der Medizinischen Universität Wien. 2022 gründete sie gemeinsam mit Céline Kaiser das Institute for Medical & Health Humanities and Artistic Research, ein An-Institut der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Am 1. März 2024 übernahm Monika Ankele die Professur für Medizingeschichte und Medizinische Museologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin in der Nachfolge von Thomas Schnalke.

Schwestern Brüll

Ein selbst verfasstes Manifest war 2001 für die Schwestern Gudrun, Karin und Monika Ankele ausschlaggebend für die Gründung des jungfeministischen Künstlerinnenkollektivs „Schwestern Brüll“, das bis 2012 aktiv war.

Publikationen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ IMHAR – Institute for Medical & Health Humanities and Artistic Research. Abgerufen am 6. November 2025.
  2. ↑ Pressemitteilung: Berufung auf Professur für Medizingeschichte und Medizinische Museologie. charite.de, abgerufen am 6. November 2025.
  3. ↑ Universität Wien. Abgerufen am 7. November 2025.
  4. ↑ Learning by Scheitern. 14. Mai 2003, abgerufen am 6. Januar 2026 (österreichisches Deutsch).
  5. ↑ damenwahl - schloss wolfsberg - & beyond: Schwestern Brüll - "pending". Abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
  6. ↑ Nachruf auf Gudrun Ankele. Abgerufen am 6. Januar 2026.
  7. ↑ Käthe Leichter-Staatspreis, Käthe Leichter-Lebenswerkpreis und weitere Käthe Leichter-Preise Webseite des Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung – Liste der Käthe Leichter-Preisträgerinnen seit 1991 (PDF, 256 KB). Abgerufen am 9. November 2025
  8. ↑ Michael-Mitterauer-Preis. Abgerufen am 9. November 2025.
  9. ↑ PreisträgerInnen des Michael-Mitterauer-Preises 2010 PDF-Dokument, Seite 7. Webseite der Universität Wien. Abgerufen am 9. November 2025
Personendaten
NAME Ankele, Monika
KURZBESCHREIBUNG österreichische Medizinhistorikerin und Medizinethikerin
GEBURTSDATUM 5. November 1978
GEBURTSORT Wolfsberg