Monika Geilsdorf

Monika Geilsdorf (* 28. Juli 1949 in Schlema) ist eine deutsche Malerin der Leipziger Schule.

Leben und Werk

Monika Geilsdorf machte nach dem Abschluss der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule von 1966 bis 1968 am Institut für Lehrerbildung „Walter Wolf“ in Weimar ein Lehrerstudium. In dieser Zeit nahm sie Mal- und Zeichenunterricht bei Otto Paetz und Engelbert Schoner. Nach dem Abbruch des Studiums absolvierte sie von 1969 bis 1970 eine Lehre als Bauzeichnerin. Von 1970 bis 1975 studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei Fritz Fröhlich, Karl-Georg Hirsch, Irmgard Horlbeck-Kappler und Volker Stelzmann. Als Diplomarbeit schuf sie Illustrationen zu Franz Fühmanns Erzählung Kapitulation. Das Buch wurde von der Hochschule 1975 in einer Auflage von 30 Exemplaren veröffentlicht.

Seit 1975 arbeitet Monika Geilsdorf als freischaffende Künstlerin in Leipzig. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit war sie von 1981 bis 1988 in Leipzig Leiterin volkskünstlerischer Zirkel.

Monika Geilsdorf war von 1978 bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. In der DDR-Zeit unternahm sie Studienreisen u. a. in die Sowjetunion, die Niederlande, nach Italien und Österreich.

Ihr 1977/78 auf der VIII. Kunstausstellung der DDR ausgestelltes Selbstbildnis (Mischtechnik, 51,5 × 38,5 cm, 1976; Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst) war 2022 anlässlich der Eröffnung des Potsdamer Museums Minsk eines der meistbeachteten Exponate. Es ist eines der Werke der Kunst der DDR, die diese Ausstellung als „… eine legitime Tochter der Moderne und der Aufklärung und nicht … Anachronismus der Kunstgeschichte behandelt.“

Monika Geilsdorf heiratete 1974 den Maler Andreas Deckardt.

Werke Monika Geilsdorfs befinden sich u. a. auch in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig und im Museum der bildenden Künste Leipzig.

Weitere Werkbeispiele

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

Ausstellungsbeteiligungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Selbstbildnis | Monika Geilsdorf | Bildindex der Kunst & Architektur - Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. Abgerufen am 30. September 2022.
  2. ↑ Eckhart J. Gillen: Jenseits von Geschichtsverklärung. In Berliner Zeitung, Berlin, 28. September 1922, S. 11
  3. ↑ Suchergebnisse - Kunsthalle der Sparkasse Leipzig. Abgerufen am 30. September 2022.
  4. ↑ Bildnis Friede G. | Monika Geilsdorf | Bildindex der Kunst & Architektur - Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. Abgerufen am 30. September 2022.
  5. ↑ Wechselspiel Willi Sitte Selbstbildnis mit Tube und Schutzhelm Monika Geilsdorf Selbstbildnis - DAS MINSK. Abgerufen am 26. August 2026.
  6. ↑ Inga Dreyer: Undurchdringliche Mienen und abgeklärte Blicke. Abgerufen am 26. August 2026.
Personendaten
NAME Geilsdorf, Monika
ALTERNATIVNAMEN Deckardt, Monika (Ehename)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Malerin der Leipziger Schule
GEBURTSDATUM 28. Juli 1949
GEBURTSORT Schlema